Antifaschismus ist aktueller denn je!

Erfolgreiche Blockaden von Naziaufmärschen sind in den letzten Jahren nicht mehr so häufig vorgekommen. Grund dafür ist sicherlich die Justiz, die menschenverachtende und rassistische Aufmärsche mit dem Argument der Meinungsfreiheit zulässt und nicht verbietet. Zudem die Polizei, die Antifaschistinnen und Antifaschisten kriminalisiert und daran hindert, Nazis zu behindern. Meinungsfreiheit hört jedoch da auf, wo Hass anfängt und eins ist sicherlich klar: Die Nazis, die sich in Dresden versammelten, hatten sicherlich keine Liebe in den Augen und in den Stimmen, als sie heuchlerisch nach der „nationalen Freiheit“ schrien, sie zeigen kein Verständnis für Andersaussehende oder –denkende. Für die gibt es nur ihre demagogische rassistische Politik, die keine Rücksicht nimmt auf Fremde oder Menschenleben. Mehrere tausend Neonazis und Faschisten versuchten, den 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg mal wieder zum Anlass zu nehmen, um zu hetzen, um Geschichtsfälschung zu treiben und Deutschland als das Opfer des Zweiten Weltkrieges darzustellen.
Umso mehr freut es alle antifaschistischen Kräfte, wenn ein europaweiter Naziaufmarsch nicht durchgeführt, besser gesagt blockiert werden konnte- nicht von der doppelzüngigen bürgerlichen Politik, nicht von der ach so neutralen und überparteilichen Justiz, nicht von deinem „Freund und Helfer“, nein: von Arbeiterinnen und Arbeitern, Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Arbeitslosen und Rentnerinnen und Rentnern, die teilweise hunderte von Kilometern mit Bussen anreisten, um den Nazis zu zeigen, dass sie unerwünscht sind.
Doch Naziaufmärsche werden sicherlich auch in Zukunft durchgeführt. Dresden 2010 war nicht der letzte Versuch, Hass zu predigen und Gift zu verbreiten. Was Trost spendet: Solange es Nazis gibt, wird die antifaschistische Blockade weitergehen!
Aber antifaschistische Arbeit darf sich nicht nur auf die Abwehr und Blockade von Naziaufmärschen beschränken. Es gilt, antifaschistische Arbeit mit sozialen Fragen wie Armut und soziale Gerechtigkeit zu verbinden und Nazis die Grundlage für ihre dummen Theorien zu entziehen. Im Alltag funktioniert das Zusammenleben sehr gut, jedoch versuchen Rassisten immer wieder, die Einheit zu bombardieren und Gift zu streuen, damit das, was zusammengehört, getrennt wird. Nazis dienen lediglich dazu, von den wahren Ursachen der gesellschaftlichen Missstände des Kapitalismus abzulenken. Das mag sicherlich auch der Grund sein, warum rassistische und faschistische Parteien und Organisationen nicht verboten werden, sondern sogar im Gegenteil durch und durch prominent besetzt und bezahlt sind vom deutschen Staat, wie man das im NPD-Verbotsskandal festgestellt hat.
Die aktuelle Krise wird die sozialen Widersprüche weiter verschärfen. Der Bedarf an faschistische Blitzableiter wird also steigen. Daher ist der Antifaschismus aktueller denn je!
Für Antifaschistinnen und Antifaschisten gilt der Grundsatz: Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Nationalitäten bzw. Völkern, sondern zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Unterdrücker und Unterdrückte! Und genau diesen Grundsatz muss die Antifa-Bewegung in die Gesellschaft hineintragen, damit das nächste Mal nicht „nur“ 12000 Menschen die Wege blockieren, sondern eine ganze Stadt sich erhebt und den Nazis entgegenschreit:

„NO PASARAN! – KEIN DURCHGANG“

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