6. Hamburger Kultur- und Literaturtage

Der hamburger Verein der DIDF veranstaltete ihre traditionellen Kultur- und Literaturtage vom 19.-21. Februar. Unterstützt wurde diese Veranstaltung von der Gewerkschaft Verdi. Der Gastgeber dieser kulturellen Tage war dieses Jahr die Heinrich-Wolgast-Schule. Moderiert wurden die Tage von der Künstlerin und Theaterpädagogin Leman Stehn. Die Eröffnungsrede hielt im Namen der Veranstalter Sinan Özbolat. Dieser unterstrich die Wichtigkeit der Kultur und Literatur für die Entwicklung zu einem aufgeklärten Menschen und sagte, dass eine Welt ohne Bücher nicht vorstellbar sei. Das Kultur- und Literaturevent wurde mit einem Theaterstück über die Krise und ihre Auswirkungen auf die werktätige Bevölkerung eröffnet.

Verschiedene Gäste wie der türkische Schauspieler und Dichter  Demir Gökgöl, der Bundestagsabgeordnete Jan van Aken und die Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft, Nebahat Güclü, Mehmet Yildiz und Norbert Hakbusch besuchten die 6. Hamburger Kultur- und Literaturtage. Verschiedene Vorträge über „Medien und Migration“ oder „Die kurdische Sprache, Literatur und die aktuellen Entwicklungen in der Türkei“ waren ein Teil des Programms. Prof. Dr. Zehra Ipsiroglu, Germanistin, Philosophin und Theaterwissenschaftlerin referierte über das Thema „Integration und Mehrsprachigkeit“ und betonte die Identitätsprobleme, die bei Türkeistämmigen immer mehr anzutreffen sind. Neben Podiumsdiskussionen, Lesungen und Vorträgen gab es auch zahlreiche Theateraufführungen und ein musikalisches Rahmenprogramm.

Norbert Mecklenburg

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich an den Literaturtagen in Hamburg teilnehmen durfte. Es war eine sehr lebendige, anregende und reichhaltige Veranstaltung. Sehr gut gemischt die Aspekte: von Politik und Gesellschaft bis zu Kultur, Medien und Literatur. Sehr gut auch die Mischung aus Information und künstlerischer Unterhaltung! Und gut gelungen war auch das Interkulturelle bei den Themen und bei den teilnehmenden Personen. Der Erfolg wäre sicher noch größer, wenn das Programm nicht zu vollgestopft würde. Etwas mehr Pausenzeit zum Erholen und Diskutieren wäre gut. Denn dann könnte sich noch mehr entfalten, was diesen Tag für uns besonders erfreulich gemacht hat: die Atmosphäre eines menschlich offenen, freundschaftlichen und solidarischen Miteinanders. Viel Erfolg für die weitere Arbeit!

Zehra İpşiroğlu

Es ist das zweite Mal, dass ich an den Hamburger Kultur- und Literaturtagen teilnehme. Es sind zwei Jahre her, seit meinem letzten Besuch. Seit dem hat sich die Veranstaltung ziemlich entwickelt. Mir fällt auf, dass das Programm sehr bunt ist. Vorträge, Lesungen, Gedichte, Musik, Kabarett, Filme, alles wird zu einem großen Ereignis. Das ganze Programm ist in zwei Sprachen aufgebaut. Das musikalische Programm ist aus aller Welt, allen Menschen und Kulturen wird die Möglichkeit gegeben, hier zusammenzukommen. In der Zukunft würde ich mir mehr kurdische Musik und Gedichte wünschen. Die Gäste waren mit ihren Redebeiträgen ein wichtiger Punkt. Dadurch, dass die ausgestellten Bücher sehr günstig verkauft werden, werden die Besucher motiviert, zu lesen. In den nächsten Jahren sollten mehr Autoren vor Ort sein und die Übersetzung der türkischen Bücher sollte auch hier zu finden sein. Das würde die Veranstaltung nur noch professioneller machen.

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