Verursacher sollen die Last der Krise tragen!

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Die Meldungen überhäufen sich, die Krise sei vorbei, die Wirtschaft erhole sich schnell und bald werde Deutschland wirtschaftlich wieder so stark, wie vor der Krise. Die Bevölkerung soll aufatmen, jetzt könne es ja nur noch bergauf gehen. Als Maßstab werden die steigenden Gewinne der deutschen Unternehmen genommen.
Auch wenn diese nicht so stark sind, wie „vor“ der Krise, erholt sich die Wirtschaft so langsam. Doch bedeutet dies keineswegs, dass die Krise schon vorbei ist. Und ebenfalls wäre es ein Trugschluss, zu glauben, es würde den Menschen in Deutschland besser gehen, wenn Daimler, Deutsche Bank und Co wieder Gewinne und Zuwächse schreiben. Doch genau diesen Trugschluss versuchen uns Medien und Vertreter der Wirtschaft zu vermitteln. Ob es der Wirtschaft besser geht oder immer noch schlecht: Eine Sache ändert sich sicherlich nicht.
Die Krisenursachen bleiben weiterhin bestehen, weil sie im System selbst verankert sind. Und die Konsequenzen der Krise soll weiterhin abgewälzt werden: Nicht etwa auf die Profiteure der Krise oder die Reichen, deren Profitgier keine Grenzen kennt, sondern auf Arbeiter, Rentner, Schüler, Studierende, Kinder, Kranke usw. Bluten sollen Lohnabhängige durch Verzicht auf Lohn und soziale Absicherung, soziale Einrichtungen, Jugendhäuser, Freizeit- und Bildungseinrichtungen, die Gesundheit usw! In den letzten anderthalb Jahren wurden Milliardenwerte an den Börsen vernichtet, Millionen Arbeitsplätze gingen verloren und die Zahl der Hungernden auf der Welt hat wieder die Milliardengrenze überschritten.
Eins ist klar: Nämlich dass es so nicht weitergehen kann. Das Jahr 2010 soll für die deutsche Wirtschaft zum Jahr der „Krisenbewältigung“ werden, so viele Vertreter der Wirtschaft und der Politik. Auf Deutsch bedeutet das nichts anderes, als die Verteilung des Reichtums von unten nach oben, wesentlich schneller und intensiver, damit die Reichen den „Verlust“ der letzten Zeit wieder einfahren können. Für die Unteren jedoch kann das nur eins bedeuten: Kampf um Löhne, Arbeitsplätze, Arbeitszeitkürzungen und Sozialleistungen. Der Winter war sehr kalt dieses Jahr, aber mit dem Frühlingsanfang fangen auch die warmen Tage an und für die Verursacher und Profiteure der Krise kann das nur bedeuten: Zieht auch warm an, denn eure Krise zahlen wir bestimmt nicht!

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