Byzanz – Pracht und Alltag


Seit Ende Februar steht nun die Ausstellung „Byzanz – Pracht und Alltag“ in der Bundeskunsthalle Bonn. Mit rund 600 Exponaten von Kunstwerken bis hin zu archäologischen Funden, die von 80 Leihgebern zur Verfügung gestellt werden, bietet die Ausstellung einen Blick in das byzantinische Leben. Nicht nur die prächtige Kunst und die kostbaren Besitztümer der Byzantiner kommen zum Vorschein, sondern auch der Alltag wird den Besuchern durch Computerrekonstruktionen und Kurzfilmen vorgestellt. Die Zeitspanne der Schau geht von der Gründung Konstantinopels durch Konstantin den Großen bis zur Eroberung der Stadt durch die Osmanen um 1453. Rund 150 Wissenschaftler haben vier Jahre lang an der Ausstellung gearbeitet.
Die Stadt Konstantinopel wurde um 660 v. Chr. von Griechen unter dem Namen Byzantion gegründet. Später bekam sie den Namen Konstantinopel und schließlich ihren heutigen Namen Istanbul. Konstantinopel war eine
Metropole mit über 400 000 Einwohnern, wo sich die Welt traf und galt als Maß aller kulturellen Dinge. Aber auch war sie eine Brücke zwischen Altertum und der Moderne. Zudem war Konstantinopel mit seinem Geld- und Verwaltungssystem ein Zentrum der Wirtschaft. In der Ausstellung wird nicht nur die geschichtliche Wichtigkeit des byzantinischen Reichs deutlich, sondern auch die geographische und territoriale Größe kommt anhand einer gut dargestellten Landkarte zum Vorschein.
Jedoch wird die Ausstellung ihrem Namen nicht ganz gerecht, denn der versprochene Alltag des „einfachen“ Byzantiners kommt hier nicht unbedingt zur Geltung. Vielmehr stechen ein riesiges Portrait Kaiser Konstantins I., welcher sich auch als „Gott“ bezeichnen ließ, oder das Hippodrom, was Konstantin sich bauen ließ, ins Auge. Im Großen und Ganzen überschreitet die Ausstellung den Rahmen „der reichen Seite des byzantinischen Reichs“ nicht. Dennoch bietet die Ausstellung bis zum 13. Juli diesen Jahres eine gute Möglichkeit, sich über die künstlerische und architektonische Seite des byzantinischen Reichs zu erkundigen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: