Sin Nombre

Wenn ein Film so eine brutale und reale Welt zeigt, wo Menschen in Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt leben, ist man im ersten Moment froh, nicht an diesem Ort zu sein. Sin Nombre ist ein geschickt aufgebautes mexikanisches Drama. Die Handlung besteht aus zwei Geschichten, die sich auf dem mit Flüchtlingen beladenen Güterzug kreuzen. Casper ist 18 Jahre alt und lebt ein mörderisches Leben. Er gehört  einer Gang namens Mara an, die Menschen verachtende und brutale Rituale haben. Aber seine Hingabe zu Mara wird von seiner Freundin Martha immer mehr eingenommen. Als Martha mit Caspers Gangfreunden Bekanntschaft macht, wird das eine folgeschweres Treffen. Für Casper fängt eine Reise ohne Rückweg an. Sayra sitzt auf den Dach und schaut auf die Stadt runter. Sie überlegt ob sie aus Honduras mit ihrem Vater und Bruder weg soll. Ihr Vater ist nach sehr langer Zeit wieder da, um sie und ihren Bruder nach USA zur ihrer Verwandtschaft zu schmuggeln. Die Reise würde mit einem langen Fußweg zur der Grenze Mexikos beginnen und dann als blinder Passagier auf einen Güterzug durch Mexiko weitergehen. Nach einem kurzem Hin und Her geht sie mit ihrem Vater und Bruder. Das Erstlingswerk von Gary Fukanaga ist ein rundsolider spannender und authentischer Film ohne künstlichen Spannungsbogen. Wie es zu einem richtigen Roadmovie gehört, kommt die schöne mexikanische Landschaft auch zur Geltung. Als kleinen Wermutstropfen könnte man sehen, dass in Sin Nombre (dt: namenlos) nicht gezeigt wird, warum die Menschen in so welchen Bedingungen leben. Aber trotzdem ist der inzwischen mehrfach international ausgezeichnete Film allemal sehenswert!
Hauptdarsteller: Paulina Gaitan, Edgar Flores, Kristyan Ferrer, Tenoch Huerta Mejia, Diana Garcia.

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