Auf nach Bonn am 5. Juni! Die Klimaschlacht geht weiter!

Vom 31. Mai bis zum 11.Juni findet in Bonn die nächste Klimakonferenz statt. Gegen die politische Tatenlosigkeit der herrschenden Industrienationen haben sich verschiedene Umwelt-, Nichtregierungs- und zivile Organisationen zu einem Bündnis „Klimawelle“ zusammengeschlossen. Das Bündnis will während der UN-Zwischenkonferenz im Rahmen der „Klimarahmenkonvention“ gegen die „bisher wohl nur falschen Lösungen“ und den „inszenierten Aktivismus der führenden Industrienationen, die das Bild bestimmen“ ein Camp vom 29. Mai bis 06. Juni sowie eine große Demonstration am 5. Juni in Bonn organisieren.

Klimagipfel in Kopenhagen ist gescheitert!
Das Bündnis erklärt in ihrem Aufruf: „Der Klimawandel ist real. Das Ansteigen der globalen Temperatur um 0,84°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau bedeutet schon heute für viele Menschen eine weitere Verschärfung ihrer ohnehin schon von Armut gezeichneten Lebensbedingungen. Diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, werden am meisten durch Dürren, Überschwemmungen, Tropenstürme und die Ausdehnung der Wüste getroffen, so dass jedes Jahr Zehntausende als Klimaflüchtlinge nach einer neuen Heimat suchen müssen.“ Weiter heißt es in dem offiziellen Aufruf: „Der Klimagipfel in Kopenhagen ist grandios gescheitert. Dessen unverbindliche Abschlusserklärung zerstört jede Hoffnung auf ein verbindliches, faires und ausreichendes internationales Klimaschutzabkommen. Die Regierungspolitik, vor allem die der Industrienationen, war nicht in der Lage, sich der größten Herausforderung der Menschheitsgeschichte zu stellen. Lobby-, Wirtschaftsinteressen und nationale Engstirnigkeit haben eine vernünftige Einigung verhindert.“

Kapitalistische Wachstumslogik beinhaltet Ausbeutung der Umwelt
Während der Klimakonferenz Ende letzten Jahres wurde der friedliche Protest außerhalb der Konferenz mittels Schlagstockeinsatz und präventiver Inhaftierung von weit über 1000 Umweltschützern mundtot gemacht. Auch die Nichtregierungsorganisationen sind auf der Konferenz mit ihrer Strategie der Lobbyarbeit gescheitert und wurden noch vor Ende des Gipfels auf die Straße gesetzt. Der Grund: Die Verhandlungsführer auf den UN-Klimakonferenzen sind zu sehr in die kapitalistische Wachstumslogik eingebunden, die eine ständig steigende Ausbeutung der Natur beinhaltet und deshalb eine Ursache des Klimawandels ist. Jede präsentierte Lösung innerhalb dieser Logik kann daher niemals ein wirklicher Ausweg aus der Klimakatastrophe sein, sondern ist durch den grundlegenden Widerspruch gekennzeichnet, mehr Profit zu schaffen und gleichzeitig die natürlichen Grenzen der Erde zu berücksichtigen.

Bundesregierung ist nicht willens…

Trotz aller schönen Gipfelsprüche und Absichtserklärungen setzt die Bundesregierung auf ein „weiter so“: Auf Druck der großen Energiekonzerne werden zurzeit noch über zwanzig neue Kohlekraftwerke in Deutschland gebaut oder sind in Planung. Die Folge wird ein gigantischer zusätzlicher CO2 Ausstoß sein, den man laut Gipfelziele eindämmen möchte. Anstatt den Ausbau der erneuerbaren Energien zu forcieren, wird die Förderung von regenerativen Energiequellen gekürzt und mit der Ausrede der „Brückentechnologie“ der schon beschlossene Ausstieg aus der Atomkraft in Frage gestellt. Die Regierungen und Wirtschaft haben gezeigt, dass sie dazu nicht willens und in der Lage sind.
(NEUESLEBEN)

WAS GEHT AB?

Samstag, 29. Mai: dezentraler Aktionstag
in der Woche vom 31. Mai – 6. Juni: direkte Aktionen
3.Juni: Critical-Mass – Fahrraddemo,15:30 „alter Zoll“,Streckenlänge 10 km, Fahrtzeit 16-18h
3. und 4. Juni: Klimaforum von BUND und Attac mit Vorträgen und Workshops
29. Mai – 6. Juni: Klimacamp für Übernachtungen, Workshops, Kultur und Aktionsplanung
Samstag, 5. Juni, 13 Uhr, Bonn, Kaiserplatz: Bundesweite Demonstration

(Mehr Informationen unter www.klimawelle.de)

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