Vincent will Meer

In dem Film von Ralf Huettner geht es um 3 Hauptdarsteller, die aufgrund verschiedener Krankheiten in einer Klinik leben müssen. Vincent muss mit dem Tourette-Syndrom umgehen, sprich er macht und sagt Sachen, die er nicht sagen will. Er hat keine Kontrolle über sich und sein Mundwerk. Da kann es durchaus vorkommen, dass er in der Kirche obszöne Worte sagt. Das ist auch der Grund, warum er von seinem Vater in die Klinik gesteckt wird, wo er tolle Freunde kennen lernen soll. Seine Mutter ist vor kurzen gestorben. In der Klinik soll er mit Alexander in einem Zimmer bleiben. Alexanders Krankheit ist die Zwangsneurose. Dieser verbietet Vincent alles. Er soll die Toilette nicht benutzen, nichts anfassen und vieles mehr. Deshalb versteht sich Vincent besser mit Marie. Sie wohingegen wegen ihrer Magersucht in den Heim ist.
Nach einem Streit mit der Therapeutin Dr. Rose klaut Marie ihren Autoschlüssel und die Reise kann beginnen. Marie überredet Vincent zur Flucht, weil er unbedingt ans Meer will, denn in seiner Jackentasche ist eine Dose mit der Asche seiner Mutter. Die Asche seiner Mutter soll im Meer zerstreut werden. Auch Alexander fährt mit, weil er die anderen verpetzen will und diese ihn zwingen mitzufahren. Die Reise nach Italien ist eine Katastrophe für Vincents Vater. Denn er ist ein erfolgreicher Politiker, der mitten im Wahlkampf steckt. Also fährt er mit der besorgten Therapeutin den Flüchtlingen hinterher.
Bei der Reise kommt man den „Kranken“ immer näher. Vincent verliebt sich in Marie, doch aufgrund seiner Zuckungen, Krämpfen und Schimpfwörtern, kann er sich nicht kontrollieren. Marie isst während der Reise kaum etwas und Alexander passt auf jede Kleinigkeit auf und macht die anderen mit seinem Spray verrückt.
Sie kommen ihrem Ziel immer näher, doch auch der Vater und die Therapeutin sind nicht sehr weit von ihnen entfernt. Dr. Rose macht sich Sorgen um ihre Patientin Marie, die eine Zwangsernährung bekommen müsste. Sie ist von dem Vater total genervt, weil er einfach kein Verständnis für seinen Sohn und gegenüber „den einfachen Menschen aus dem Volk“ hat.
Auch wenn keiner am Ende der Reise gesund ist, hat sich für alle drei etwas geändert. Alexander erzählt seiner Therapeutin: „Mir ging es noch nie so gut.“
Ralf Huettner ist es gelungen, die Krankheit der Menschen ernst zu nehmen, aber dennoch eine Komödie zu machen. Damit begegnet der Zuschauer einer Komödie, in der er viel nachdenken muss.

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