Wessen Welt ist die Welt?

In der Natur geschieht nichts vereinzelt. Jedes menschliche Handeln wirkt auf das Gleichgewicht in der Umwelt und umgekehrt und es ist meist das Vergessen dieser beidseitigen Wechselwirkung, das Menschen daran hindert, in den einfachsten Dingen klarzukommen. Der Mensch hat sich so weit entwickelt, dass er sich als den alleinigen Beherrscher der Natur und Umwelt sieht, mit all den Katastrophen und Umweltkrisen, was dieses Handeln mit sich bringt. Ja, jeder Einzelne trägt eine Verantwortung! Jeder ist verpflichtet, auf „seine“ Umwelt und Natur zu achten. Warum soll man denn auch unnötig Ressourcen und Rohstoffe vergeuden? Sicherlich sollte man sich die Frage stellen, ob die Autofahrt zum Bäcker um die Ecke nicht zu vermeiden wäre oder hier und da etwas weniger Müll produziert werden könnte.

Profitmaximierung kontra Umweltschutz?
Jedoch sind diese kleinen Überlegungen nicht die entscheidende Lösung für die Umweltkatastrophen unserer Tage. Eins ist sicherlich klar: Wir „beherrschen“ die Natur keineswegs, sondern wir sind ein Teil von ihr. „Unsere“ Herrschaft über die Natur besteht im Vorzug vor anderen Lebewesen darin, ihre Gesetze erkennen und richtig anwenden zu können. Dazu gehört aber mehr als bloße Erkenntnis. In einer Gesellschaft, in der es nur um Profit einer kleinen Minderheit geht, in der Hunger, Kriege, Verwüstung und Umweltzerstörung zum Alltag gehören, weil sich dadurch am meisten Geld machen lässt, kann man mit moralischen Mahnungen von genau diesen Verursachern der Probleme keine Lösungen erwarten. Da muss jeder Einzelne die Ärmel hochkrempeln und mit anpacken! Genauso, wie es keine längerfristige Lösung wäre, zu sagen, „Werdet Vegetarier!“, weil ca. 18 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes von der Landwirtschaft und Viehzucht verursacht wird. Es geht dabei nämlich nicht um den Verzehr von Fleisch, sondern die anarchische Organisation der Märkte: Immer mehr Fleisch in kürzerer Zeit und zu billigeren Produktionskosten ist das Problem, das bekämpft werden müsste, nicht das Fleisch-Essen an sich.
Unsere!
Und diese Übermacht „der Märkte“ verursacht in der Natur eine Ohnmacht. Nicht oft wird man Zeuge einer systematischen Vernichtung des Lebens auf der Erde, wie bei der Abholzung der Regenwälder: Pro Minute (!) geht eine Fläche von 19 Fußballfeldern tropischen Regenwaldes wegen Abholzung verloren. Und was ist der Grund für dieses unlogische Handeln? Warum vernichtet man die eigene Lunge oder lässt es zumindest zu? Weil das System auf Privateigentum aufgebaut ist! Die Erde gehört den Menschen. Aber genauso gehört der Mensch zu der Erde. Also sollte der Mensch endlich die Verantwortung für seine Erde übernehmen und statt zuzulassen, dass einige Wenige das Leben des Geldes willen vernichten, gemäß dem Motto „Nach mir die Sintflut“, sollte er diese aus dieser Welt jagen!

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