Gegen den Zionismus kann man nicht mit Nationalismus begegnen

In der vergangenen Woche hat es die zionistische Führung in Israel wieder mal geschafft, nicht nur in den Nahen Osten, sondern in der ganzen Welt die Völker zu provozieren. Das Vorgehen und die Politik der israelischen Führung wurde in der ganzen Welt verurteil. Das Dameklosschwert des Antisemitismus, wenn Kritik ausgeübt wird verliert auch seit nun mehr als sechzig Jahren zionistische Politik, seine Wirkung. Was aber sicherlich auch mit der Weltpolitischen Lage und des schwachen Bewusstseins des Klassenkampfes zusammenhängt, ist, dass sowohl in de Internationalen Politik wie auch in der Innenpolitik das Erstarken des Nationalismus, des Chauvinismus und die reaktionäre Religiosität an Nährboden und Terrain  gewinnt. Diese Gefahr ist auch angesichts der aktuellen Proteste nicht zu unterschätzen.
In den vielen Protestaktionen haben die reaktionären- nationalistischen türkischen Kräfte wie auch andere religiöse Organisationen versucht, die aufrichtigen Gefühle und die Empörung der Menschen gegenüber den Zionismus zu missbrauchen.
Dass hierbei die Herrschenden in der Türkei und die Medien eine grosse Rolle spielen steht außer Frage. Denn was wird wohl bezweckt, wenn die türkischen Zeitungen betiteln: „Die Türken in der ganzen Welt sind eins geworden“, „Der türkische Mensch (ein Unwort ohne Gleichen) wird es nicht so einfach hinnehmen…“ .Jeder nüchterne Mensch weiß, dass diese leeren Worthülsen nichts anderes beabsichtigen, als den nationalistischen und rückständigen Gedankengut Aufwind zu geben. Denn weder die politische Führung, noch die herrschende Klasse in der Türkei denkt auch nur einen Moment daran, die Abmachungen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Israel zu annullieren. Die Instrumentalisierung der Türkeistämmigen seitens nationalistische und religiösen Kräfte geht unvermindert weiter. In den Demonstrationen wurden vor allem Jugendliche zum teil auch  organisiert, dazu mobilisiert die Aktionen mit nationalistischen türkischen Slogans wie „Türkei ist dass Grösste“, „Märtyrer sterben nicht- die Heimat wird nicht geteilt“, die mit den Inhalten der Proteste nichts gemein haben, zu dominieren. Die konservativ religiösen Organisationen haben, seit je her solche „Gelegenheiten“ ausgenutzt, ihre Ideologie vor allem unter  Jugendlichen zu verbreiten. Manche so harmlos scheinende Slogans und Äußerungen bergen zum teil mächtig Sprengstoff in sich. Zu erwarten ist auch, dass diese Protestaktionen seitens der herrschenden Politik und den Medien in Deutschland ebenfalls missbraucht werden. Die neue Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), kommt da wie gerufen, die nach der Süddeutsche Zeitung vom 5/6 Juni, Muslimische Jugendliche in Deutschland eine stärkere Neigung zu Gewalttaten attestiert.Die bestehenden Probleme und Mängel dürfen keineswegs ausgeklammert werden. Diese zu überwinden bedarf aber eine klare Abwendung von allem, das trennt, die wirklichen sozialen und politischen Gründe ausblendet und die Menschen im Namen der Religion und Nation gegeneinander aufspielt.

Düzgün Altun

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