Robin Hood

Der tollkühne Bogenschütze Robin Hood – der Vorkämpfer der sozialen Gerechtigkeit – ist wieder in aller Munde. Denn wieder heißt es in zahlreichen Lichtspielhäusern und Kinos rund um den Globus: „Den Reichen nehmen und den Armen geben“.
Die diesjährige Verfilmung ist wahrlich nicht die Erste. Bereits 1912 begann man die Legende desjenigen tapferen Bogenschützen zu verfilmen, der es sich im England des 15. Jahrhunderts zur Aufgabe machte, sich den Herrschern zu widersetzen und dem unterdrückten Fußvolk beizustehen.
Robin Hood konnte die Situation der Armen und Unterdrücken nicht ertragen und tat alles in seiner Macht Stehende, um diesen Leuten zu helfen.
Was heute undenkbar ist, gehörte für Robin Hood und seiner Mannschaft zur Selbstverständlichkeit: Er nahm es den Reichen und gab es den Armen.
Wurde in bisherigen Verfilmungen das Leben des Robin Hood als sogenannter „Outlaw“ bzw. Gesetzloser thematisiert – also wie er dem König und dem Sheriff von Nottingham die Stirn bot – so wird in der diesjährigen Verfilmung die Vorgeschichte der bekannten Robin Hood-Sage behandelt.
Dann, wenn die restlichen Robin Hood-Verfilmungen anfangen, fällt bei diesem Film bereits der Vorhang. Der diesjährige Film „Robin Hood“ zeigt, wie es dazu kam, dass der Bogenschütze Robin Hood gemeinsam mit den Bauern und Landwirten im Wald lebte und sich mit seinen Gefolgsleuten gegen den König und der herrschenden Klasse zur Wehr setzte. In anderen Worten: Der Film erzählt die Geschichte, wie Robin Hood zum Helden der Armen und Unschuldigen wurde.
Der Historienfilm Robin Hood (2010) ist unter der Leitung des britischen Filmregisseurs und Produzenten Ridley Scott entstanden. Brian Helgeland schwang die Federn für das Drehbuch und Brian Grazer war für die Produktion des Films verantwortlich. Zur namhaften Besetzung gehören die beiden Hauptdarsteller Russel Crowe (Robin Hood) und Cate Blanchett (Maid Marion). Beide Hauptprotagonisten können auf eine äußerst erfolgreiche Filmkarriere zurückblicken: Sowohl Russel Crowe als auch Cate Blanchett sind Golden Globe- und Oscar-Preisträger.
Was diese Filmumsetzung von den zahlreichen anderen Robin Hood-Verfilmungen unterscheidet, ist die Tatsache, dass der Regisseur sein Augenmerk auf mehr Action und große Schlachten legt. Lagerfeuer-Romantik und schnulzige Liebesszenen rücken auf Kosten der Gefechte und Kleinkriege in den Hintergrund. Wer auf Liebesdramen und Melancholie steht, sollte sich vom Film fernhalten. Für eingefleischte Action-Liebhaber ist der Streifen jedoch genau das Richtige.
Für diejenigen, die sich den Film anschauen möchten, sollte inhaltlich nicht zu viel verraten werden. Seit dem 13. Mai 2010 ist der Film in deutschsprachigen Kinos zu sehen.
Şener Dinçer

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