Wir sind die Weltjugend

Das 22. internationale antifaschistische, antiimperialistische Jugendcamp fand dieses Jahr vom 03.-12. August in der Türkei statt. Knapp 3000 Jugendliche aus über 20 Ländern kamen unter dem Motto „Arbeit, Bildung, Frieden; die Brüderlichkeit der Weltjugend“ für zehn Tage zusammen. Mit 15 Workshops, 7 Hauptforen, 21 Diskussionsrunden, 10 Abendkonzerten und vielen kleineren Veranstaltungen war für jeden etwas dabei, wo sich Jugendliche austauschen, ihre Meinung äußern und sich kulturell und künstlerisch betätigen konnten. Auf einem 30 Hektar grossen Campgelände wurden alle anfallenden Aufgaben gemeinsam im Kollektiv erledigt, so dass sich ca. 2300 Teilnehmer mindestens einmal an einer Gemeinschaftaufgabe, wie Reinigung oder Küchendienst, beteiligten. Auf dem Camp waren nicht nur Jugendliche, sondern auch viele Gewerkschafter, Intellektuelle, Künstler und Akademiker, die ihre Erfahrungen im Kampf, ihr Wissen und Ideen den Jugendlichen herantrugen.

Ein erfolgreiches Weltjugendtreffen, das die bisherigen Vorurteile gegen die Jugend, sie sei faul, egoistisch oder unpolitisch, zu Nichte machte und viele hoffnungsvolle Impulse in die Welt ausstrahlte.

In der Abschlussrede des Campkomitees heißt es:

„Auch wenn wir verschieden sind, haben wir die Selbe Sehnsucht. Wir sind zusammen gekommen, um uns gegen die kapitalistische Ausbeutung, die imperialistischen Besetzungen und Kriege, gegen Rassismus und Faschismus zu stellen. Wir wählten den Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Armut, schlechte Arbeitsbedingungen und Perspektivlosigkeit. Wir versuchen uns zu organisieren, um das verfaulte kapitalistische System, welches uns das Recht auf freie Bildung stiehlt, zu brechen. Wir stehen auf, damit die Sehnsucht der Menschen nach Frieden erfüllt wird. Wir sagen “Nein!” zu den imperialistischen Kriegsplänen. Für eine Welt in der Frieden und  Freiheit herrschen, nehmen wir unsere Zukunft in die eigene Hand.

Wir waren tausende Jugendliche mit verschiedenen Sprachen, Kulturen und Farben, doch hat uns das Campleben gezeigt, dass es in der Natur der Jugendlichen liegt, gemeinsam in Frieden das kollektive Leben zu organisieren. Dies zeigt uns, dass die kapitalistischen Werte wie Individualismus, Konkurrenz, Egoismus den Jugendlichen fremd ist. Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit und Sozialismus blüht in den Jugendlichen auf. Auf unserem Camp hat die Weltjugend dies präsentiert.

Wir hatten die Gelegenheit, auf verschiedenen Foren, Diskussionsrunden, Filmvorführungen mit vielen Intellektuellen, Schriftstellern, Wissenschaftlern und Gewerkschaftern teilzunehmen. In den AG`s wurden Kunstwerke geschaffen. Wir haben von den kämpfenden Arbeitern gelernt und uns mit den Gewerkschaften getroffen. Mit jedem internationalen Camp wachsen wir. Unser Treffen 2010 in der Türkei hat mit der großen Teilnahme und Energie  allen Teilnehmern Kraft gegeben.“

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