Atomanlagenbetreiber zur Kasse, für die Zukunft der Erde!

Stromerzeugung aus Kernenergie – Segen oder Fluch? Kaum ein anderes Thema wird so kontrovers diskutiert. Keiner leugnet die Gefahren. Befürworter beschwichtigen diese lediglich und verlassen sich auf den ethischen und moralischen Anstand der Atombetreiber. Und diese wiederum argumentieren: „Wollt ihr Strom zum Minimalpreis?“
Also sind zwei Fragen in diesem Zusammenhang sehr wichtig: Die erste wäre: „Würden Atombetreiber für ihre wirtschaftlichen Interessen Menschenleben in Gefahr bringen?“ und die zweite Frage: „Ist Atomstrom die billigste Möglichkeit?“
Die erste Frage kann man mit einem klaren „Ja!“ beantworten. Schon jetzt sind Krebshäufungen in der Nähe von Atomanlagen festgestellt worden. Und die Tendenz ist mal wieder -steigend! Auch ist Atommüll nach Jahrtausenden immer noch gefährlich für Mensch, Natur und Umwelt. Niemand kann die wirklichen Ausmaße sehen, geschweige denn sich erdenken!
Die Antwort auf die zweite Frage ist auch ein „Ja!“ aber nicht so eindeutig wie die Antwort auf die erste Frage. Denn zur Zeit ist Atomstrom wirklich die billigste Möglichkeit, zwar nicht die gesündeste und sauberste, aber billigste. Das hat jedoch folgenden Grund: Die Transporte von Atommüll und vor allem die Atommüllbeseitigung, für die es keine wirkliche Lösung gibt, wird nicht von den Atomanlagenbetreibern bezahlt, sondern von wem wohl? Natürlich von unseren Steuergeldern. Würde die Rechnung an die Atomkonzerne geschickt werden, würden diese ihre Atomanlagen sofort abschalten, weil sich die Kosten dann nicht mehr tragen würden! Der Polizeieinsatzleiter bei den diesjährigen Transporten beschuldigte die Demonstranten, die Kosten für den Transport in die Höhe zu treiben. Was der Herr anscheinend nicht weiß oder vielleicht bewusst nicht zu wissen scheint: Die Kosten für die Polizeieinsätze zum Schutz der Transporte sind hierbei die geringsten Kosten. Fragt sich nur: Wenn keine Gefahr besteht, warum dann dieser enorme Aufwand und diese Sicherheitsvorkehrungen?
Hier wird wieder eine Milchmädchenrechung im Interesse von Konzernen gemacht! Was ist wichtiger: Das Leben auf der Erde überhaupt oder das kurze und verschwenderische Leben der Profiteure der Atomenergie, damit diese jetzt im Saus und Braus leben können? Obwohl im Jahre 2000 entschieden wurde, das letzte deutsche Kraftwerk bis 2021 abzuschalten und auf Atomenergie zu verzichten, gab die Bundesregierung im September bekannt, die Laufzeiten der Atomkraftwerke um mindestens zwölf Jahre zu verlängern. Dieses wurde mit der mangelnden, zur Verfügung stehenden Alternativen für Energieversorgung begründet. Dass Alternativen wie Sonne, Wind und Biomasse zur Verfügung stehen, aber die Atomkraftwerke alle Subventionen verschlingt, ist dabei nur Nebensache!

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