Atomkraftwerke – eine Gefahr für die Welt

Weltweit laufen in 26 verschiedenen Ländern über 400 Atomkraftwerke, in Europa sind es 211. Diese liefern einen Teil der Energie und in einigen Ländern stützt man sich bei der Stromproduktion hauptsächlich auf die Kernenergie. Seit Juni 2005 dürfen laut Atomgesetz keine bestrahlten Brennelemente mehr zur Wiederaufarbeitung ins Ausland transportiert werden. Da die deutschen Atomkraftwerke trotz der ungelösten Entsorgungsfrage weiterlaufen, kommen jährlich 400 Tonnen hochradioaktiven Atommülls zum bereits existierenden Atommüllberg hinzu.
Entsprechend mussten neue Zwischenlagermöglichkeiten geschaffen werden. Insgesamt gibt es in Deutschland 16 Zwischenlager. 12 davon sind in den vergangenen Jahren neu eingerichtet worden. Was mit diesem über Jahrtausende strahlenden Abfall passieren soll, weiß bis heute niemand. Die Entscheidung wird verschoben, der Müll wird zwischengelagert. Im Jahr 2030 wird die Bundesrepublik mit etwa 24.000 Kubikmetern hochradioaktivem Atommüll irgendwie umgehen müssen. Das entspricht etwa 17.000 Tonnen Schwermetallen aus abgebrannten Brennelementen und Wiederaufarbeitungsabfällen. Hier wird ein Zukunftsproblem einfach nur nach hinten verschoben.
Der strahlende Atommüll
Der Brennstoff für Atomkraftwerke ist das chemische Element Uran, mit dem die so genannten Brennstäbe hergestellt werden. In Kernkraftwerken werden die Atomkerne des Urans gespalten. Das erhitzte Wasser verdampft und treibt die Turbinen an, um Strom zu erzeugen. Dabei entsteht aber auch hochradioaktive Strahlung. Das gefährlichste Spaltprodukt bei der Kernenergie ist das Element Plutonium. Dieser hochgiftige Stoff wird auch bei dem Bau einer Atombombe verwendet. Besorgniserregend ist es deshalb, wenn es in Atomkraftwerken zu Störungen kommt. Insgesamt hat es innerhalb der letzten sechs Jahre fast tausend Störfälle in deutschen Atomkraftwerken gegeben. Besonders bei älteren Kraftwerken kommt es gehäuft zu Problemen und Zwischenfällen. So wurden seit Beginn des Atomkraftwerks Brunsbüttel in Schleswig-Holstein im Jahre 1976 mehr als 437 Störfälle registriert worden. Aber auch Kraftwerke wie die in Krümmel (nahe Hamburg) und Biblis (Hessen) sind nicht mehr auf dem neuesten Stand und machen immer wieder negativ auf sich aufmerksam.
Der Atommüll wird in Glas eingeschmolzen und in Behältern aus Gusseisen verstaut. Diese sogenannten „Castoren“ dienen zur Lagerung und zum Transport von radioaktivem Müll.

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