Auf zu den Herbstaktionen!

„Gerechtigkeit ist etwas Anderes – Wir brauchen einen Kurswechsel“  – Unter diesem Motto wollen die Gewerkschaften der Bundesregierung einen heißen Herbst bereiten. Im Mittelpunkt stehen dabei das schwarz-gelbe Sparpaket und die Gesundheitsreform.
Eine Hauptforderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Mitgliedsgewerkschaften ist: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Hierbei sollen Leiharbeiter die gleichen Rechte und Löhne bekommen, wie die Festangestellten. Diese Forderung ist jedoch nicht ganz im Sinne von Konzernen und Unternehmen, da diese vor allem im Zuge der Krise ihre festen Jobs zu Leiharbeitsjobs umstrukturiert haben. Eine weitere Forderung der Gewerkschaften ist die Einführung eines Mindestlohns in vielen Arbeitsbereichen, wie das in vielen anderen Ländern schon üblich ist. Ebenfalls wollen die Gewerkschaften gegen die Gesundheitsreform und die Kopfpauschale kämpfen. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, sollen dezentrale und zentrale Protestveranstaltungen stattfinden, die auch von vielen sozialen Bewegungen, Erwerbslosenorganisationen und Parteien und Initiativen unterstützt werden.
Zusätzlich zu den Gewerkschaftsaktionen auf meist betrieblicher Ebene planen verschiedene soziale Bündnisse Aktionen gegen die herrschende Politik. Die Anti-Atom- und Umweltbewegung mobilisiert massiv nach Gorleben und ins Wendland im November, um die geplanten Castor-Transporte zu blockieren. Erwerbslosenorganisationen rufen zu einer Protestaktion des CDU-NRW-Landesparteitages am ersten Wochenende im November nach Bonn auf, um der CDU das Sparpaket mit „Annahme Verweigert!“ zurückzugeben und sich herzlichst für die 5 Euro-Harzt-IV-Erhöhung zu bedanken.
Auch wenn die Kämpfe in Frankreich oder in anderen europäischen Ländern viel „kämpferischer“ und viel radikaler ablaufen und man sich in Deutschland ähnlichen Einsatz der Arbeiter, Rentner, Erwerbslosen und Jugendlichen wünscht, müssen die Herbstaktionen unterstützt und mitgetragen werden. Alle geplanten Aktionen können und müssen gebündelt werden, damit die Bevölkerung auch die Zusammenhänge begreift. Atom- und Umweltprobleme, Arbeitslosigkeit, Kürzungen von Arbeiterrechten und die Aufbürdung der Krisenlasten auf die werktätige Bevölkerung hat einen Namen. Es gibt nur den gemeinsamen Feind: den Kapitalismus. Und vom Nichtstun werden die Probleme auch nicht verschwinden. Deswegen müssen alle ihr möglichstes tun, damit der Herbst wirklich ein heißer Herbst wird!

Die großen DGB-Aktionen im Herbst

Bayern – Kundgebung 13. November, Nürnberg
Baden-Württemberg: Kundgebung 13. November, Stuttgart
Nordrhein-Westfalen: Kundgebung 13. November, Dortmund
Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt:
Kundgebung 6. November, Hannover
Schleswig-Holstein: Kundgebung 18. November, Kiel

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