Error in der Terrorwarnung

Eine Hysterie geht um in Deutschland – die Hysterie des islamistischen Terrors. 6 Terrorristen sollen schon nach Deutschland eingereist sein und Anschläge planen. Zusätzlich kommen ca. 150 gewaltbereite Islamisten, die schon in Deutschland leben und wahrscheinlich schon vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Mal sollen die Ziele Weihnachtsmärkte sein, mal der Reichstag, mal Bahnhöfe oder Flughäfen. Polizisten mit Maschinengewehren machen die Gegend unsicher.

Angst zu schüren ist immer schon ein effektives Mittel gewesen, Menschen zu manipulieren. Die Frage ist, wann der erste schwach wird und den ersten Schuss abfeuert. Denn Angstwarnungen gibt es genug: Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) rief die Bevölkerung auf, die Behörden über „seltsam aussehende Menschen“ zu unterrichten, insbesondere, wenn „die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen“. Wird nicht so schwer, Verdächtige in Berlin oder einer anderen Grossstadt zu finden, wenn das das Kriterium eines Terrorverdächtigen ist! Und man soll die Polizei informieren. So schön kann man Terror-Angriffe vereiteln. „Hallo, 110? Ja, ich sitze hier in der Bahn und zwei junge Männer mit Rucksäcken sprechen eine mir fremde Sprache. Sie haben alle Bärte. Können Sie mal einen Streifenwagen schicken?“ Jeder, der sich verdächtig verhält, ist eine Gefahr. Allein der suchende Blick in einem Bahnhof ist manchmal verdächtig und wenn man als Schüler oder Student sogar ein Rucksack trägt, kann man leicht als Terrorist durchgehen.
So viel blabla muss aber sein, denken wir doch an die letzten Jahre. In regelmäßigen Abständen wurden Terrorwarnungen ausgesprochen, die sich lediglich als Seifenblasen herausstellten, manche sogar nach Jahren, als alles schon längst wieder vergessen war und unauffällig ohne Diskussion unter den Teppich gekehrt werden konnte.

Immer wieder feierten sich die Verantwortlichen in Politik und Medien, dass durch ihre Warnungen schlimme Attentate verhindert werden konnten. Und dieses Mal wird das wahrscheinlich genauso sein. In ein-zwei Wochen wird niemand mehr von geplanten Anschlägen sprechen, sondern lediglich nur im Hinterkopf die Selbstverständlichkeit von potentiellen Terroranschlägen haben. Immerzu stellen sich die Terrorwarnungen als Errorwarnungen heraus. Als Politiker verliert man doch seine Glaubwürdigkeit, wenn an diesen Terrorwarnungen am Ende nichts Wahres dran sein sollte. Also muss letztlich, koste es, was es wolle, ein Anschlag her. Daran basteln Polizei und Geheimdienst bestimmt mit größter Sorgfalt, zusammen mit den Amerikanern, denn das Päckchen aus Namibia war ja durch und durch Amerikanisch! Wann geht die erste Bombe hoch, damit sich die Hintermänner sich die Hände reiben können und sagen: „Hab ich`s doch gesagt!“

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