Festival der Kinder in Ulm

Medien berichten, vor allem in den letzten Jahren, meist nur Negatives über Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Kinder. Bei jeder Gelegenheit werden diese Kinder und Jugendlichen und deren Familien negativ thematisiert. Politiker vertuschen dabei ihre eigene Verantwortung dieser gesellschaftlichen Probleme. Trotz dieser Tatsache gibt es im wirklichen Leben angenehme und positive Beispiele des solidarischen Zusammenlebens.
Die Menschen unterschiedlicher Herkunft finden nicht nur in den Betrieben zueinander, sondern treffen sich zu gemeinsamen kulturellen Veranstaltungen. In Schulen, der Nachbarschaft und in den Städten wagen sie gemeinsam den Schritt zum friedlichen Miteinander. Aber aus irgendeinem Grund werden diese positiven Ereignisse verschwiegen: z.B. das Ulmer Kinder- und Jugendfest, an dem über 600 Menschen verschiedener Nationalitäten teilnahmen.
Das Kinderchor des Freundschaftsverein Ulm, Theater- und Sketchgruppen, Gedichtvorträge oder der Magier Leinard sorgten für ein kunterbuntes Programm. In einer Zeit in der die Fremdenfeindlichkeit zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft politisch und medial in den Vordergrund gestellt wird, haben sich zahlreiche Familien, Kinder und Jugendliche bewusst zur Umsetzung dieses Kinderfestivals zusammengetan. Ihr Engagement sehen sie als Antwort auf die Ausgrenzungspolitik und zur Überwindung des „Wir-und-Ihr“-Paradigmas.
Die Integrationsbeauftragte der Stadt Ulm, Christine Grunert rief in ihrer Rede dazu auf, getreu dem Motto „Gemeinsam statt Einsam“ das gemeinschaftliche Leben zu gestalten und findet diese Arbeit in ihrer Wichtigkeit und Notwendigkeit bestätigt. Die von den Kindern mit Freude und Aufregung auf der Bühne vorgetragenen Gedichte, Tanzeinlagen, Theaterstücke und Lieder wurden durch das Publikum mit großer Begeisterung honoriert. Während der Veranstaltung wurde auch ein Malworkshop angeboten. Durch die Anleitung des Künstlers Sükrü Kilinc hatten die Kinder so die Möglichkeit, selbst zu malen. Die Theatergruppe Westerntasche fand durch mit ihrem Auftritt genauso großen Anklang, wie die Tanzeinlagen der Minis (Jugendhaus Büchsenstadel) und der Schüler der „Ten-Dance“-Tanzschule.
Das Festival war ein voller Erfolg, nicht zuletzt wegen dem minutenlangen Standing-Ovation, sondern wofür dieser stand – für das Zeichen, das in Ulm vorgelebt wurde: „Gemeinsam statt Einsam“ – gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und für eine bessere Gesellschaft!
ULM

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