“State of Play- Stand der Dinge”

Zu Beginn des Films werden zwei Männer erschossen, einer von ihnen nur weil er den anderen Mord beobachtet hat. Außerdem verunglückt die Assistentin des Kongressabgeordneten Stephen Collins (Ben Affleck) tödlich in der U-Bahn. Ein alter Freund von Collins ist der Journalist Cal McAffrey (Russell Crowe) vom „Washington Globe“. McAffrey untersucht die beiden Morde, als herauskommt, dass Collins eine Affäre mit seiner verstorbenen Assistentin hatte. Daraufhin taucht er bei seinem alten Freund unter und man merkt die Anspannung, die zwischen den beiden herrscht. Später erfährt man, dass McAffrey etwas mit Collins‘ Frau hatte, die sich beide im Studium kennengelernt hatten. Collins glaubt nicht an den Selbstmord seiner Assistentin, also nimmt sich McAffrey gemeinsam mit der jungen Bloggerin Della Frye der Story an. Collins hat den Vorsitz des Komitees für die Überwachung der Verteidigungsausgaben. Er nimmt besonders die Firma PointCorp, ein privates Sicherheitsunternehmen, ins Visier. McAffrey kommt dahinter, dass einer der beiden Männer am Anfang ein Drogensüchtiger ist, der Taschen stiehlt und anschließend an die Besitzer zurück verkauft. In dem letzten Aktenkoffer, den er gestohlen hat, findet sich ein Bild der Assistentin. Die Selbstmordidee wird daraufhin verworfen. Es stellt sich heraus, dass die Assistentin zu Anfang eine Doppelagentin von PointCorp war und Collins ausspionieren sollte. Doch später verliebte sie sich in ihn und wollte ihm alles gestehen. Nun ist es so, dass die US-Regierung Aufträge an 16 verschiedene private Sicherheitsfirmen vergibt, aber PointCorp hat Verbindungen zu 13 anderen Firmen, was vermuten lässt, dass 14 Firmen in Wirklichkeit eine einzige ist. Damit geht es um Milliarden von Dollar, die die Firma verlieren würde, wenn Collins ihnen die Aufträge entzieht. McAffrey setzt alles daran, die Wahrheit herauszufinden und begibt sich in große Gefahr, denn die Verschwörung reicht bis in höhere Kreise der Politik hinein.
„State of Play“ ist ein absolut sehenswerter Film. Zwar ist es ein Politthriller, aber eigentlich spielen die Verbrechen in Politik und Wirtschaft eine kleinere Rolle. Das eigentliche Thema ist im Zeitalter des Internets der langsame Niedergang der traditionellen Zeitung. Das sieht man am besten an den beiden Reportern. McAffrey ist ein investigativer Journalist der alten Schule, schreibt noch mit Papier und Stift und braucht Druckerschwärze an seinen Fingern. Della Frye dagegen ist zwar jung, dynamisch und wissbegierig, recherchiert dafür aber nur oberflächlich und bevorzugt das Internet. Trotzdem schaffen die beiden sich zusammenzuraufen und gemeinsam an der Story zu arbeiten.

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