Weißer Oleander

Ingrid Magnussen (Michelle Pfeiffer) ist alleinerziehende Mutter. Sie verliebt sich in Barry Kolker, der sie enttäuscht. Sie vergiftet ihn mit einem Extrakt aus weißem Oleander. Sie wird zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Sie behält jedoch den Kontakt zu ihrer Tochter Astrid (Alison Lohman), die von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht wird. In den beiden ersten der drei Familien löst sie Katastrophen aus, an denen ihre Mutter, durch ihren starken Einfluss auf Astrid, Mitschuld trägt, da sie ihre Tochter anderen Menschen nicht anvertrauen will. Bei Claire (Renee Zellweger), einer ihrer Pflegemütter, fühlt sich Astrid nach kurzer Zeit wohl und lernt sie zu lieben. Ingrid sucht im Gefängnis das Gespräch mit der unsicheren und zu Depressionen neigenden Claire auf.  Nach diesem Gespräch begeht Claire Selbstmord. Astrid macht ihre Mutter für ihr Unglück verantwortlich und teilt ihr mit, sie werde sie nicht mehr im Gefängnis besuchen kommen.

Zwischendurch wohnt Astrid auch im Kinderheim, wo sie durch ihre Leidenschaft (das Zeichnen) einen Jungen kennenlernt. Paul und Astrid werden später getrennt, da Astrid noch nicht bereit ist, auf die Zukunftspläne von Paul einzugehen, denn sie kann die starke emotionale Bindung zu ihrer Mutter noch nicht aufgeben.

Nach dem harten Leben bei Astrids nächster Adoptivfamilie verändert sie sich sowohl äußerlich als auch innerlich. Eines Tages sucht Ingrids Rechtsanwältin Astrid auf, um ihr mitzuteilen, dass ihre Mutter aus dem Gefängnis entlassen werden kann, würde Astrid vor dem Gericht eine Falschaussage machen. Schließlich lässt sich Astrid darauf ein, ihre Mutter nach einer sehr langen Zeit wieder im Gefängnis zu besuchen. Sie schlägt ihrer Mutter einen Handel vor: Sie solle endlich die Wahrheit, die sie Astrid immer verheimlicht hatte, ans Licht bringen, dafür würde Astrid vor dem Gericht die Unwahrheit sagen. Sie bekommt Antworten auf Fragen, die sie sich eine lange Zeit gestellt hat. Das Bild ihrer Mutter in ihren Augen ändert sich somit auch stark.

„Weißer Oleander“ zeigt auf glaubwürdige Weise, wie dünn die Grenze zwischen Liebe und Hass liegt, ohne wirklich kitschig zu werden. Auch wenn der Film oberflächlich betrachtet, die Probleme in einer Mutter – Tochter Beziehung thematisiert, liegt im Grunde das Verständnis von familiären Bindungen in unserer Gesellschaft. Obwohl Astrid merkt, dass es falsch ist, kann sie sich dieser Bindung nicht entziehen, da es sich um ihre Mutter handelt und „Blut dicker als Wasser ist“. Während Ihrer Pflegefamilienzeit schafft sie es immer wieder, glücklich zu werden, verliert jedoch sehr schnell dieses Glück, da Ingrid dazwischen geht. Zwar ist Astrid räumlich ihrer Mutter fern, jedoch hat diese immer noch eine sehr große Macht auf ihre Teenager-Tochter. Erst als Astrid sich komplett von Ihrer Mutter und ihrem Einfluss trennt, ist sie wirklich frei.

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