Sternen-Wintercamp im Süden

Vom 23. bis 26. Dezember war es wieder so weit. Das zweite Sternen-Wintercamp der DIDF-Jugend im Süden fand statt. Im Freizeit- und Schulungsheim des Kreisjugendrings Rems-Murr versammelten sich 40 Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren und verbrachten vier harmonische Tage zusammen. Der Gruppenalltag war geprägt von verschiedenen Seminaren und Workshops. Diese waren dieses Jahr: Die Theater AG, die ein Stück zum Thema Gewalt vorbereitete; die Musik AG, die die Teilnehmer, wie jedes Jahr, mit einem originellen Camp-Song erfreute; die Trickfilm AG, organisiert und umgesetzt von den jüngsten Teilnehmern, die mit Fotos und Knete, witzige Kurzfilme drehten; erstmalig im Südencamp, Camp TV, das mit informativen und amüsanten Filmchen und Interviews eine gute Atmosphäre schaffte und schließlich die Camp Zeitung, die die Geschehnisse der Tage erfasste und darüber berichtete. Neben den Workshops gab es auch noch interessante Diskussionsrunden. Die Themen dieser waren: „No NPD“, verbunden mit einem Quiz, „Wer oder was ist die DIDF-Jugend?“, Gewalt in der Schule, die Kurdenfrage und die Darstellung des Krieges im Film. Dieses Jahr war das Interesse seitens der Jugendlichen an den Workshops sehr hoch und es konnte deshalb zu angeregten und interessanten Diskussionen kommen. Den Abschluss des Camps bildeten die Präsentationen der AG’s und eine Talentshow, die wiederum für eine Menge Spaß sorgte. Die Stimmung der Jugendlichen bei der Abreise: „Wir haben hier viel gelernt und Spaß gehabt und freuen uns auf das nächste Sternencamp!“

 

Abschiedsgeschenk vom Camp

Dirim Su Deventli
Ich nehme seit mehreren Jahren an den Sternencamps der DIDF-Jugend in NRW teil. Und dieses Mal durfte ich, als NRW-Stern, sogar am Süden-Camp teilnehmen. Voller Vorfreude und etwas aufgeregt bin ich also nach Murrhardt, einem kleinen Ort nahe Winnenden, gefahren. Winnenden verband ich mit dem schrecklichen Amoklauf vor einigen Jahren. Meine Gefühle waren durchwachsen: Ich rechnete damit, dass die meisten sich wundern würden, warum ich gekommen war und mich eventuell komisch angucken würden. Wieso sollte jemand den weiten Weg von Köln nach Murrhardt in Kauf nehmen, um 4 Tage mit Leuten zu verbringen, die sie noch nicht einmal kannte? Doch sie reagierten ganz anders, als ich erwartet hatte. Mit Freudenschreien und Jubel wurde ich empfangen und etwas später war ich ein Bestandteil der Gruppe. Sofort habe ich neue Leute kennengelernt und Freundschaften geknüpft. Warum ich an dem Camp teilgenommen habe? Ganz klar: Ich finde es immer wieder toll, mit verschiedenen Leuten gemeinsam und nach eigenem Wunsch den Alltag zu gestalten, Projekte zu schaffen und dann rückblickend über das Camp zu berichten. Ich mag die Atmosphäre, die man verspürt, wenn man zusammen etwas erreicht hat. Die Vielfalt der AG’s hat mich besonders begeistert, die MusikAG, die ihr eigenes Lied komponiert hat, die TheaterAG, die zu bestimmten Themen ihre eigenen Stücke inszenierte, die ZeitungAG, die tatsächlich zwei Zeitungen druckfrisch verteilte und natürlich CampTV, welche den Alltag der „Campianer“ festhielt und jeden Abend präsentierte. Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Vorurteile den anderen gegenüber hatte. Doch schon nach den ersten zehn Minuten wurde klar, hier reden alle mit und teilen ihre Meinung mit den anderen. Abschließend kann ich nur sagen, dass das diesjährige Wintercamp ein voller Erfolg war und ich sehr viel Spaß hatte. Besonders schön fand ich das Abschiedsgeschenk, dass ich von meinen Camp-Freunden bekommen habe. Ein großes Stofftuch, auf dem alle unterschrieben haben, mit einem Spruch oder einem Bild. Das hängt jetzt selbstverständlich in meinem Zimmer.

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