Frieden – jetzt erst recht!

Während in allen Regionen nun nahezu die Sommerferien vorbei sind und der Alltag wieder Einzug hält, nähert sich wie jedes Jahr auch der 1. September. Dabei jährt sich dieses Jahr am 1. September der Überfall des Hitler-Faschismus auf Polen zum 80. Mal. Doch brauchen wir nicht 80 Jahre in die Vergangenheit zu blicken, um Militarismus und Krieg zu sehen. Auch wenn es für uns in Europa auf den ersten Blick nicht so scheint, toben überall auf dem Planeten Krieg und Elend. Syrien ist auch nach Jahren noch das Spielfeld verschiedener Interessen, aktuell von Israel und dem Iran und das Land kommt einfach nicht zur Ruhe. Im Jemen mischt gefühlt jeder mit. Auch die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag von 2018 zwar versprach, keines der beteiligten Länder, das am Jemen-Krieg involviert ist, mit Waffen zu beliefern, doch ungehindert weiterhin Rüstungsgüter an Länder, wie Saudi-Arabien, die Vereinten Arabischen Emirate oder Ägypten liefert. Angeblich, weil sie nicht wisse, welche Staaten alles im Jemen beteiligt seien. Wie wir sehen, übertrifft sich die Heuchelei der Bundesregierung und ihrer geliebten Waffenexporte immer wieder selbst. Gleichzeitig nimmt die Werbemaschinerie der Bundeswehr unter jungen Menschen immer mehr zu. Nach umstrittenen Werbekampagnen, wie „Job Fort“, wo unter denjenigen, die von der Massenentlassung beim Automobilkonzern Ford betroffen waren, geworben wurde und Webserien, wie „die Rekruten“ und co., ist die Bundeswehr mittlerweile auch seit einigen Jahren bei der Gamescom vertreten. So werben sie unter anderem mit VR-Brillen, bei denen man sich Kampfjets versetzen kann. Ein großer Markt, schließlich besuchten alleine dieses Jahr 373.000 (vor allem auch junge) Menschen die Computer- und Videospielmesse in Köln. Sowohl Aufrüstung, als auch Militarisierung nehmen also immer vehementer zu. Deshalb dürfen nicht warten, dass der Frieden von selbst kommt. Erst vor wenigen Tagen zeigten 40.000 Menschen in Dresden, dass sie unteilbar sind. Genauso entschieden müssen wir am 1. September zusammenstehen. Denn die Forderung nach Frieden, genauso wie alle sozialen Kämpfe, können nur von uns allen zusammen erkämpft werden.