Spahn besucht das Uniklinikum Gießen Marburg

Eren Gültekin

Heute früh gegen halb zehn besuchte der Bundesgesunheitsminister Jens Spahn das Uniklinikum Gießen/Marburg am Standort Gießen, in Begleitung mit dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, Kanzleramtschef Helge Braun (beide CDU) sowie dem hessischen Sozialminister Kai Klose (Grüne). Der Bundesgesundheitsminister wollte sich über die Situation im Gesundheitswesen angesichts der Corona-Krise informieren und sprach mit einer Medizinstudentin, die sich am Eingang des Klinikums um Coronavirus-Verdachtsfälle kümmert, auch führte er Gespräche mit einem Arzt und einer Krankenschwester von der Intensivstation. Auch stand ein Gespräch mit der Geschäftsführung und dem Krisenstab des Klinikums im Programm. Nach Angaben des Krankenhauses seien Aktuell 11 Patienten auf der „schwere Fälle“- Intensivstation am Uni-Klinikum Gießen und Marburg.

Protest vom Bündnis „Gemeinsam für unser Klinkum“

Passend zudem Anlass war auch das Bündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“ das sich aus VertreterInnen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen (Kirchen, verschiedene Parteien, Organisationen, Gewerkschaften und Einzelpersonen) zusammensetzt vor Ort und haben mit Transparenten und Plakaten unter anderem mit der Aufschrift „Das Universitätsklinikum Gießen Marburg gehört zurück in öffentliche Hand“ ihre Forderungen kundgetan. Das Bündnis kämpft schon seit Jahren gegen die miserablen zustände am Uniklinikum Gießen Marburg und für bessere Arbeitsbedingungen der mehr als 12.000 beschäftigten, sowie für die Rekommunalisierung des Krankenhauses in öffentliche Hand. Das Uniklinikum ist seit 2006 das erste und einzige Uni-Klinikum in Deutschland das in privater Hand ist, und zwar in der Hand des Rhön Konzerns. Das Bündnis hatte im Vorfeld des Besuchs bereits ein Forderungsschreiben verfasst und diese bei der Ankunft des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier höchstpersönlich am Eingang überreicht. In diesem schreiben wurden auf die genauen Missstände im Krankenhaus aufmerksam gemacht, diese die sie in diesem kurzen Rundgang nicht umfassend möglich ist. Ebenso wurde auf drohende Übernahme durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KgaG aufmerksam gemacht, die zur weiteren Verschärfung der Situation führen wird, und die betont das, das Universitätsklinikum endlich wieder in öffentliches Eigentum überführt werden müsse.

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