Seite an Seite mit unseren Gewerkschaften im Kampf für Solidarität!

Mehrere Mitglieder der rechten „Identitären Bewegung“ besetzten das Vordach des Stuttgarter Gewerkschaftshauses. Sie befestigten ein Transparent, beschmutzten den Vorplatz mit Kunstblut und zündeten Feuerwerk an. Vermutlich kamen die Rechten aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich. Der Angriff war gezielt geplant und vorbereitet. Die Faschisten machen Antifaschisten und Gewerkschaften verantwortlich für eine Auseinandersetzung am Rande einer Querdenken 711 Demo, bei dem Mitglieder der rechten Gruppe „Zentrum Automobil“ von Unbekannten verletzt wurden.

Erstmals nach Ende des Hitlerfaschismus greifen Neonazis ein Gewerkschaftshaus an. Das ist eine neue Qualität neonazistischer Gewalt und entlarvt einmal mehr die Verstrickungen zwischen der rechten Gruppe „Zentrum Automobil“ und neonazistischen Kreisen. Die Besetzung des Gewerkschaftshauses ist nicht nur ein Angriff auf die Gewerkschaften selbst, sondern auf ihr antifaschistisches Rückgrat und jahrelangen Arbeit in zahlreichen Bündnissen gegen Rechts. Sowohl in den Betrieben als auch draußen im Alltag. Die Provokation der Faschisten geschieht zu einer Zeit, in der Unternehmer und Konzerne unter billigem Vorwand der Pandemie versuchen, mit Kurzarbeit, Entlassungen und Betriebsschließungen die Krisenlast auf Millionen lohnabhängig Beschäftigte abzuwälzen. Während die Regierung milliardenschwere Rettungsschirme aufspannt, werden gewerkschaftliche Errungenschaften wie der 8-Stunden Tag – angegriffen, vorübergehend (?) außer Kraft gesetzt, Pausenzeiten werden abgeschafft. Gerade jetzt ist die Einheit von Gewerkschaft mit demokratischen, fortschrittlichen und antifaschistischen Kräften notwendig, damit nicht wieder lohnabhängig Beschäftigte, Frauen, Jugendliche und Migranten die Rechnung der Krisenlast bezahlen müssen. Mit unseren Gewerkschaften kämpfen wir zusammen, Seite an Seite für sichere Arbeitsplätze und Einkommen, für bessere Bezahlung in den sogenannten systemrelevanten Berufen, für die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, für die Rechte von Frauen und Geflüchteten, für bezahlbare Wohnungen und für eine solidarische Gesundheitsversorgung. Das tun wir und mit klarer Kante gegen Faschisten!

Der Anschlag der Identitären ist ein Angriff auf den solidarischen Kampf der Beschäftigten unterschiedlicher Herkunft für die Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen.

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