Sommercamp der DIDF-Jugend

Duran Deniz Enhas

Dieses Jahr ist ein außergewöhnliches Jahr. Aufgrund von Corona fielen viele Veranstaltungen aus, auch das bundesweite zehntägige DIDF-Jugend Sommercamp. Um trotzdem zusammenzukommen und einige Tage miteinander zu verbringen, hat die DIDF-Jugend Süden (BaWü & Bayern) eine Alternative angeboten. Von Donnerstag, den 20.08., bis Montag, den 24.08. hat in Michelstadt in Hessen ein „Mini-Jugendcamp“  stattgefunden. Fünf Tage lang haben sich 26 Jugendliche zusammengefunden, um ein alternatives Sommercamp zu gestalten. Trotz der Kürze des Camps wurde viel gelernt, diskutiert und neue Freundschaften geschlossen.

Wie auf jedem normalen Camp, fanden auch auf diesem Seminare statt.

Nachdem alle auf dem Camp-Platz angekommen sind, gab es eine Begrüßung durch die Mitglieder des Bundesvorstandes aus dem Süden. Wir haben gemeinsam über die Bedeutung des Camps in dieser Zeit und über Verhaltensregeln auf dem Camp gesprochen. Außerdem wurde der Programmablauf des Camps geschildert und ein Camp-Komitee gewählt, welches für den reibungslosen Ablauf des Camps zuständig ist. Anschließend begann das Abendprogramm, wo Kennenlernspiele gespielt wurden und danach vor dem Bakkal gechillt wurde.

Am nächsten Tag fand, auch zur Vorbereitung auf die „Hanau-Demo“ das Seminar zum Thema „Rassismus und rechter Terror“ statt. Im Seminar wurden zum einen über die verschiedenen rechtsterroristischen Attentate der vergangenen Jahre gesprochen und zum anderen über die verschiedenen rechtsterroristischen Organisationen diskutiert. Da der Tag sehr heiß war, wurde beschlossen, sich im Waldschwimmbad abzukühlen. Als am Abend die Nachricht kam, dass die Hanau-Demo abgesagt wird, wurde beschlossen, trotzdem Transpis gemeinsam anzufertigen und an der Kundgebung in Frankfurt teilzunehmen. Unser Abendprogramm war somit Improtheater und Transpimalen.

Der Samstag in Frankfurt war ein erfolgreicher Tag. Wir haben uns an der Kundgebung beteiligt und sind sehr stark auf der darauffolgenden spontanen Demo aufgetreten, um unser Beileid kundzutun aber auch für unsere Forderungen zu demonstrieren. Nachdem die Stimmbänder, durch das Rufen der Slogans, etwas belastet waren, haben wir beschlossen etwas Zeit in Frankfurt zu verbringen bevor wir zurückgefahren sind.

Am vorletzten Tag wurde auf dem Seminar „Umwelt“ zusammen diskutiert, wieso wir uns auch in der Klimabewegung stark einsetzen müssen. Als Freizeitangebot haben wir, auf der Camp-Olympiade, unsere sportliche Seite zum Vorschein gebracht. Am Abend fand erneut ein Seminar „Wer ist die DIDF-Jugend?“ statt. Somit sind wir schon zum letzten Abend gekommen, der durch eine Nachtwanderung im Wald abgeschlossen wurde.

Der letzte Tag fiel vielen schwer, denn man hat sich erst so richtig kennengelernt und wollte sich eigentlich nicht voneinander trennen. Bevor wir das Campgelände und die Bungalows geputzt haben, wurde in der Camp-Bewertungsrunde noch einmal klar gemacht, wie wichtig es ist, sich zu organisieren und gemeinsam Stärke zu zeigen. Wir zogen alle das Fazit, dass wir uns nicht nur weitergebildet, sondern auch unser Solidaritätsgefühl gestärkt haben. Denn wir lachten, arbeiteten, sangen und tanzten gemeinsam. Wir haben neue Jugendliche kennengelernt und respektierten uns gegenseitig und lernten voneinander. Wir können auch dieses Jahr, trotz der Umstände behaupten, dass wir ein erfolgreiches Sommercamp im Süden gemeinsam gestaltet haben und freuen uns schon auf das nächste große Sommercamp aber auch auf unsere Arbeit vor Ort.

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