21000 Menschen in Berlin gedenken den Opfern von Hanau 

Foto: Rüştü Yıldırım

ILAYDA KAPLAN

Es ist der 19.02.2021. Genau vor einem Jahr wurden neun junge Menschen in Hanau gewaltsam aus dem Leben gerissen. Anlässlich des Jahrestages versammeln sich tausende von Menschen an verschiedenen Orten, um an die Opfer des rassistischen Attentats zu gedenken. Es finden an diesem Tag mindestens 4 Kundgebungen in Berlin statt (Leopoldplatz, Oranienplatz, Rathaus Neukölln, Alexanderplatz). Zuvor haben Organisationen ihre politischen Versammlungen vor allem auf Instagram beworben. Ein Kollektiv ging mit einem Video viral, indem maskierte Personen zu sehen sind, die die Stadt Berlin mit den Namen der Opfer an die Wände von U-Bahnhöfen und co. sprayen. Social Media ist momentan die perfekte Plattform, um Menschen für alle möglichen Sachen zu mobilisieren. Meinungen zu den politischen Versammlungen sind komplex. Die Pandemie ist für viele ein Grund zu Hause zu bleiben, für andere wiederum stellt diese kein Hindernis dar. Der Kampf gegen den institutionellen und strukturellen Rassismus ist zu wichtig, um sich nicht auf die Straßen zu begeben. Auch der nächste Tag verlockt ca. 21.000 Menschen auf die Straßen Berlins, um vom S-/U-Bahnhof Hermannstr. bis zum U-Bahnhof Kottbusser Tor ihren Demonstrationsmarsch mit klaren Forderungen zu vollziehen. Das Attentat in Hanau ist kein Einzelfall. Wir fordern Konsequenzen. Kein Vergeben, kein Vergessen!