Hans-Heinz-Holz Tagung 2021: „Natur – Mensch – Technik“

Sedat Kaya

Die achte Hans-Heinz-Holz-Tagung, die jährlich von der Gesellschaft für dialektische Philosophie ausgerichtet wird, fand dieses Jahr am 27. Februar, aufgrund der Corona-Pandemie, nur online statt. Bis zu 120 Zuhörer beteiligten sich an der Tagung. 

Unter dem Titel „Natur – Mensch – Technik“ beschäftigten sich die Referenten in fünf Vorträgen mit verschiedenen Fragen rund um den Menschen: auf der einen Seite selbst Naturwesen, auf der anderen Seite über die Natur erhaben? Im ersten Vortrag setzte sich Jörg Zimmer mit Fragen einer dialektischen Anthropologie bei Helmuth Plessner und Hans Heinz Holz auseinander und diskutierte die Stellung des Menschen im Gesamtzusammenhang als „gegenständliches Wesen“. Der zweite Vortrag von Martin Küpper drehte sich rund um die Begriffe „gegenständliche Tätigkeit“, „Arbeit“ und „Praxis“ und ihrer Einbettung in die Gesamtheit der gesellschaftlichen Prozesse. In einem dritten Teil gab Lena Kreymann unter dem Titel „Praxis und Vernunft“ einen Überblick über die Probleme der Philosophie der Kognitionswissenschaften, insbesondere die Problematik der starren Entgegensetzung von Subjekt und Objekt, die eine dialektische Einheit beider verhindert. In einem vierten Vortrag referierte Andrea Schön zu der Rolle von Technik und Wissenschaft in einer auf dem Privateigentum an Produktionsmitteln basierenden Gesellschaft und der damit verbundenen Widersprüchen von aktuellen Nachhaltigkeitskonzepten. Den Abschluss macht Philipp Eichhorn mit „marxistischen Lektionen des Friedenskampfs für den Umweltkampf“, in den er noch einmal die Klassenfrage auch in Hinsicht auf dem Kampf gegen den Klimawandel noch einmal unterstrich. 

Die Hans-Heinz-Holz-Tagung war mit sogar noch mehr Teilnehmern als im Jahr zuvor ein Erfolg. Die Tagung kann auf den Social-Media-Kanälen der „Gesellschaft für dialektische Philosophie“ auch nachträglich noch einmal angeschaut werden.

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