Für Frieden und Abrüstung!

Wie in jedem Jahr gab es an Ostersonntag eine Fahrradetappe von Essen über Wattenscheid und Herne nach Bochum. An allen Stationen gab es zahlreiche Menschen, die vor Ort an den Kundgebungen teilnahmen. In Wattenscheid kam die Fahrradetappe pünktlich um 13:10 Uhr an und wurde klatschend in Empfang genommen. Einige RednerInnen sprachen sich gegen das neue, geplante NRW-Versammlungsgesetz aus und riefen zur Teilnahme an den bald folgenden Protesten.

Trotz der Pandemie versammelten sich mehr als 150 TeilnehmerInnen vor der Friedenskirche in Wattenscheid. „Wir überlassen die Straßen nicht den Querdenkern und den Rechten. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsame Stärke zu zeigen. Wir dürfen es uns nicht nehmen lassen auch unter Pandemiebedingungen zu protestieren“ waren O-Töne einiger Anwesenden.


Um 16 Uhr begann die Abschlussveranstaltung der Fahrradetappe in Bochum auf dem Dr.-Ruer-Platz. Drei RednerInnen berichteten über die Erfahrungen aus drei großen Protestbewegungen in der Bundesrepublik, Ulli Sander (VVN-BdA) über die Antiatomwaffenbewegung, Horst Hohmeier (Anti-AKW-Bewegung) über den Kampf gegen Atomkraft und VertreterInnen von Fridays for Future und Ende Gelände über die Klimabewegung. Für den musikalischen Rahmen sorgte Nicholas Bardach mit seiner Singenden Säge.

Ein leerer Stuhl auf dem Dr.-Ruer-Platz Platz stand als Symbol für eine Position, die Deutschland noch nicht eingenommen hat. Deutschland hat den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO noch nicht unterzeichnet. Mit einer Malaktion wurden am Rande des Platzes Stühle künstlerisch gestaltet – mit der Forderung, sich endlich dem Verbotsbeschluss anzuschließen.

„Wir begrenzen die Teilnehmerzahl bewusst auf wenige Menschen, mit Mund-Nasen-Schutz und stellvertretend für diejenigen, die den Ostermarsch von zu Hause aus verfolgen, stellen wir leere Stühle auf. Dort legen wir gern Blätter mit ein/zwei Sätzen aus von all denen, die mit ihren Gedanken teilnehmen wollen“. Teilte das Friedensbündnis mit.

Die Teilnahme am Ostermarsch in Bochum war auch vor dem Bildschirm zu Hause möglich.