Solidarität mit der Junge Welt!

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Die Tageszeitung junge Welt (jW) zählt als eine Tageszeitung mit marxistischem Selbstverständnis zu den wenigen Publikationen in Deutschland, die von den Kämpfen in Betrieben, Stadtteilen, Schulen und Unis berichten. Sie versteht, begreift und erklärt politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen aus linker und marxistischer Perspektive. Überall, wo Streiks, Kämpfe und Bewegungen für ein gutes, solidarisches und gleichberechtigtes Leben stattfinden, stößt man auf die jW. So weist die jW in ihren Artikeln auch regelmäßig auf den Rassismus und Ungleichheit in Deutschland und auf der Welt hin und schrieb unter anderem ausgiebig über die Verstrickungen des Verfassungsschutzes mit rechtsradikalen Terrorgruppen, wie der NSU-Bande.

Dem Verfassungsschutz, der jegliche Wählbarkeit und Kontrollierbarkeit ihrer Tätigkeiten missen lässt, passt es natürlich überhaupt nicht, dass ihm eine Tageszeitung auf die Finger schaut. So beobachtet der Verfassungsschutz auch die junge Welt und nennt sie seit 2004 jedes Jahr im Verfassungsschutzbericht. Doch was sie beobachtete, war für sie scheinbar besonders besorgniserregend: Die Tageszeitung wächst. Das lässt sich der VS nicht gefallen und will der jW den „Nährboden entziehen“. Entsprechend hat die jW regelmäßig Schwierigkeiten, Anzeigen schalten zu dürfen, während Bundeswehrwerbung mit bewaffnet posierenden Soldaten in unseren Bahnhöfen hängen dürfen.

Das Problem ist nicht allein der VS, denn die Bundesregierung steht vollkommen hinter der Einschätzung des Verfassungsschutzes. Dass hier eine Zeitung wie keine andere daran behindert wird, zu publizieren und für sich zu werben, ist der Regierung bewusst; genau so soll es ihr nach auch sein. Dies zeigt uns: Die aufgeblasenen Reden der Regierungsparteien über Pressefreiheit sind keinen Pfifferling wert!

Wenn eine Zeitung angegriffen wird, weil sie mit ihrer Berichterstattung aufzeigt, wie sich einige wenige auf legalem und illegalem Wege auf Kosten der Masse bereichern, so ist das als ein Angriff auf alle fortschrittlichen Kräfte zu verstehen. Entsprechend solidarisieren wir uns mit der jungen Welt! Wir rufen alle fortschrittlichen Kräfte auf, dies auch zu tun. Unterstützen wir die junge Welt durch den Abschluss von Abos und Verbreiten wir sie unter Freunden und Bekannten! Machen wir Druck auf Abgeordnete, dass sie sich gegen diese Pressefreiheitseinschränkung positionieren!

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