Nach dem Sommer ist vor dem Sommer

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Die Sommerferien rücken immer näher und somit auch die langersehnten Ferien. Nachdem letztes Jahr die allermeisten auf Urlaub und Wegfahren verzichteten, sieht es dieses Jahr anders aus. Die Menschen brauchen einen Ausgleich zum im Allgemeinen streng praktizierten Social Distancing. Endlich wieder „normal“ leben, den Alltag genießen, einen Kaffee trinken, sich erholen und Sonne tanken. Vielleicht auch den einen oder anderen Bekannten, Freund und Verwandten treffen? Das gönnen wir allen und wünschen schöne Ferien denjenigen, die wegfahren und einen erholsamen Aufenthalt auf Balkonia oder im Park dem Rest, der keine Möglichkeit hat, wegzukommen. Wir haben es uns alle verdient, den Stress von uns wegzuweisen.

Unsere nächste reguläre Ausgabe wird euch am 26. August erreichen. Bis dahin erholen wir uns auch uns schöpfen neue Kraft, denn leichter wird das Leben nach den Ferien bestimmt nicht. Corona ist längst nicht vorbei, irgendeine neue Variante wird immer kommen, wie das bei Virenmutationen üblich ist und die Pappenheimer in der Regierung werden sicherlich keine Maßnahmen ergreifen, um die Luft in Schulklassen zu filtern, Busse und Bahnen auszubauen und Sicherheitsmaßnahmen in Fabriken und Betrieben gesetzlich zu befestigen. So ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der nächste Lockdown erfolgen wird und wie intensiv dieser ausfällt. Ich tippe, dass wir die Wahlen im Herbst bereits unter Lockdown-Bedingungen erleben werden. Wäre schön, wenn ich mich täusche.

Die Hoffnung ist und bleibt, dass die Kinder in Schulen und Kitas nächstes Schuljahr verschont werden. Der Rückstand, den Kinder aus ärmeren Schichten nun angesammelt haben, ist kaum mehr einzuholen. Es müssen dringend neue Programme und finanzielle Mittel freigemacht werden, mehr und kleinere Lerngruppen, technische Geräte für ärmere Kinder, soziale Betreuung, kostenloses Essen und Nachhilfe wären die ersten Massnahmen, die wir brauchen.

Schulen und Kitas waren die ersten Einrichtungen, die geschlossen wurden und die letzten, die wieder öffnen durften, während sich zehntausende in Stadien versammeln konnten. Dabei haben Wissenschaftler oft genug erklärt, dass Schulen im Pandemiegeschehen eine untergeordnete Rolle spielen. Die Kopf-und Ziellosigkeit der Regierung hat aber ein System: Immer wird das beschlossen, was der deutschen Wirtschaft und dem deutschen Standort am geringsten schadet. Profit vor Menschen, so kann man die Corona-Massnahmen in Deutschland kurz und knapp zusammenfassen. Das zu ändern liegt an uns, wenn wir uns zusammenschließen und wieder den Menschen in den Vordergrund stellen.

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