Kriegsgeflüchtete dürfen nicht als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden!

Mahir Sahin

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt davor, ukrainische Kriegsgeflüchtete in Deutschland als billige Arbeitskräfte und Lohndrücker auszunutzen. Keine „Beschäftigten zweiter Klasse“ auf dem Bau, in der Landwirtschaft und Gebäudereinigung „Keine Per-se-Jobs für 9,82 Euro“ so die Gewerkschaft in einer Erklärung, um Tendenzen in den Branchen zuvorzukommen.

Denn vielerorts wird bekannt, dass die Arbeitgeber die meist gut qualifizierten Geflüchteten aus der Ukraine einstellen, aber dies meist zu schlechten Arbeitsbedingungen oder -verträgen.

Als Beispiel nennt die IG BAU die Beschäftigung als Saisonkraft in der Landwirtschaft. Dort haben die Landarbeiter 70 Tage lang keinen Sozial- und Krankenversicherungsschutz. Aktuell haben die Arbeitgeberverbände des Bauhauptgewerbe auch den tariflichen Bau–Mindestlohn gekippt, das heißt den Bauarbeitern droht aktuell ein Einkommen auf dem Niveau des gesetzlichen Mindestlohns. Kein Unternehmen dürfe jetzt die Lage der Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, ausnutzen – ob auf der Baustelle, auf dem Spargelfeld oder in der Reinigungsfirma. „Beschäftigte zweiter Klasse darf es nicht geben“, betont der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Robert Feiger. Um solche Ausbeutungsverhältnisse zu bekämpfen, ist es dringend notwendig, diese Kollegen über ihre Rechte zu informieren, damit diese sich auch in den Gewerkschaften organisieren. Nur eine starke und solidarische Arbeitereinheit kann diese Zustände grundlegend ändern und Lohndrückerei unterbinden.

 

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