Die Weltjugend trifft sich in Österreich – auf zum internationalen antifaschistischen Jugendcamp!

Dirim Su Derventli

Vom 29. Juli bis zum 7. August 2022 kommen Jugendliche aus aller Welt in Österreich am Attersee zusammen, um über ihre Hoffnungen, Erfahrungen und ihre Zukunft zu sprechen. Dabei soll der Zusammenhalt der Jugend gegen Krieg, Aufrüstung, Rassismus, Umweltzerstörung, Armut und Ausbeutung gestärkt werden. Denn in einer Zeit, in der sich die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen verschlechtern und die Zukunft junger Menschen im Interesse des Profits zerstört wird, spielt das internationale und antifaschistische Jugendcamp eine bedeutende Rolle, um zehn Tage lang eine Alternative zu schaffen, in der ein Leben in Solidarität und ohne Zukunftsängste möglich ist. Hierfür wird der Campalltag nicht nur kollektiv gestaltet, sondern es werden gemeinsam Inhalte in Seminaren und Workshops erarbeitet. Der Krieg in der Ukraine ist momentan eines der Hauptthemen, unter anderem soll es darum gehen, welche Auswirkungen Kriege und Militarisierung auf die Jugend haben und wie die 100 Milliarden Sondervermögen an die Bundeswehr die Jugend beeinflussen wird. Auch rechte Strukturen versuchen überall sich an der prekären Situation der Menschen zu nähren und dadurch zu wachsen. Dass Rechtsradikale keine echte Lösung für soziale Probleme bringen, zeigt ein Blick in ihre politischen Ziele, bei denen sie immer die Ursache bei dem „Andersartigen“ finden, statt das System zu betrachten. Gerade deswegen wird nicht nur über die aktuelle Rechte diskutiert, sondern auch die KZ-Gedenkstätte in Dachau besucht. Um den antifaschistischen Charakter des internationalen Camps hervorzuheben, gewinnt die Forderung „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ somit zentrale Bedeutung. Doch auch der Austausch unter den Jugendlichen wird nicht zu kurz kommen, wenn die unterschiedlichen Delegationen aus Teilen Afrikas, Asiens, Europa und Südamerika ins Gespräch kommen und von den Kämpfen in ihren Ländern berichten. Schließlich werden Jugendliche aus der ganzen Welt zusammenkommen, um gemeinsam darüber zu sprechen, wie sie die Jugendbewegung weltweit stärken können. Austrägerin des Camps wird die DIDF-Jugend Deutschland sein und bleibt sich dabei ihrer Tradition eines „alternativen Urlaubs“ als eingespielte Camp-Veranstalterin treu. Dabei wird selbstverständlich auch der Freizeitcharakter nicht zu kurz kommen. Am Strand des Attersees und in den oberösterreichischen Bergen hat man viel Ruhe und kann die Natur genießen. In den vielseitigen AGs haben die Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, ihrem Talent und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, jede Person wird nach seinen Fähigkeiten berücksichtigt, sodass die Ergebnisse aus Tanz, Theater, Kunst, TV und Zeitung außerdem auch ein abwechslungsreiches Abendprogramm anbieten. Denn auch dieses wird von den Jugendlichen selbst gestaltet und so zieht sich der rote Faden des kollektiven Campalltags von der Planung, über die Gestaltung bis hin zu Ausführung. In diesem Sinne: Auf zum internationalen antifaschistischen Jugendcamp!

Mehr Informationen auf www.iycamp.org oder auf den gängigen Sozialen Medien Plattformen unter @didfjugend