Für Zusammenhalt und Solidarität – ein erfolgreiches DIDF Festival hat in Köln stattgefunden

6.000 Menschen aus ganz Deutschland haben am Open-Air-Festival der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) am 28. Mai in Köln teilgenommen. Das Festival hat unter dem Motto “Zusammenhalt und Solidarität” im Tanzbrunnen stattgefunden und war nach einer längeren Pause aufgrund von Corona ein voller Erfolg. Zeynep Sefariye Eksi, Vorsitzende von DIDF, rief in ihrem Redebeitrag dazu auf, sich gegen Krieg, Militarismus und soziale Schieflagen zu engagieren. Auch Ercüment Akdeniz, Vorsitzender der Partei der Arbeit (EMEK Partisi) aus der Türkei war zu Gast und machte auf den steigenden Rassismus gegen Geflüchtete und die Notwendigkeit zu einem friedlichen und solidarischen Zusammenleben deutlich.

Das Festival wurde durch das kulturelle Programm, die vielen Informationsstände und Büchertische und das breite Angebot für Kinder bereichert. Am Rhein wurde also nicht nur diskutiert, sondern auch gemeinsam gefeiert und das Wiedersehen nach dreijähriger Abwesenheit zelebriert. Gleichzeitig wurde an Deniz Gezmiş, Hüseyin İnan und Yusuf Arslan, die zu den Gesichtern der 68er Bewegung in der Türkei gehörten, gedacht, die vor 50 Jahren hingerichtet wurden.

Von der Straße auf die Bühne

Unterschiedliche Personen aus dem öffentlichen Leben waren auf dem Festival mit Redebeiträgen anwesend. IG BAU Vorstandsmitglied Carsten Burckhardt sprach über die sozialen Probleme in Deutschland, über die Lebensbedingungen der Werktätigen und die Angriffe auf diese. Während dem Redebeitrag versammelten sich die IG BAU Mitglieder und Aktiven auf der Bühne und forderten auf Schildern usw. Mehr Geld in Gesundheit und Bildung statt in Aufrüstung.

Weiterhin waren auch Sevim Daǧdelen (LINKE) und Vertreter der Bildungsinitiative Ferhat Unvar anwesend und sprachen. Die Initiative wurde von Hinterbliebenen und Freunden von Ferhat Unvar, der beim rechtsterroristischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 ermordet wurde, gegründet. Dazwischen gab es musikalische Beiträge von Mikail Aslan und Cemil Qocgiri, die auf kurdisch, zazakisch und türkisch singen.

Gemeinsam kämpfen – die Jugend auf dem Festival

Das Festival war geprägt von einem reichhaltigen Jugendprogramm. Neben Aktivitäten an dem Stand der DIDF-Jugend oder dem Stand für das Internationale Jugendcamp, gab es auch ein Programm für die Jugend. Den Anfang des Festivals machte die Band Kontrast. Die Band ist aus einer AG auf dem DIDF Jugend Sommercamp vor einigen Jahren entstanden und macht heute Musik auf vielen Bühnen. Mit Benaissa gab es ein Comedyprogramm und mit Celo und Abdi Urgesteine des Deutschrap. Bei der Jugendrede, die von der DIDF-Jugend und dem Internationalen Jugendverein (IJV) gehalten wurde, wurden nochmal die Solidarität und der gemeinsame Kampf in den Vordergrund gerückt.

Im Gedenken an Deniz, Hüseyin und Yusuf

Das Gedenken an die drei 68er nahm ebenfalls einen großen Stellenwert beim Festival ein. Für diese sang der Frauenchor von DIDF Köln Lieder, die Dortmunder Gruppe las Gedichte, die eigens für die drei geschrieben wurden, vor. Drei junge Frauen von der DIDF-Jugend Marburg verlasen Deniz Gezmiş letzte Briefe.

Der EMEP-Vorsitzende Ercüment Akdeniz erklärte in seiner Rede, wie sich Deniz und seine Genossen gegen den Krieg und Imperialismus stellten und wie sie in ihren letzten Atemzügen noch die Brüderlichkeit des kurdischen und türkischen Volks betonten und ihren Widerstand anpriesen. „Sie sind für uns ein nie erlöschendes Feuer“, so Akdeniz.

Nach Akdeniz Rede trat der Musiker Selçuk Balcı auf. Nachfolgend betonte DIDF Vorsitzende Zeynep Sefariye Ekşi die Auswirkungen des Kriegs und der Investitionen in die Rüstung. “Am Krieg verdienen die Unternehmen, wir verlieren daran”, so Ekşi. Den Abschluss bildete Burcu Güneş mit ihrer Gruppe.

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