Social Media: Es gibt kein Entkommen

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In den vergangenen Jahren haben sich Soziale Medien immer mehr zu einem Instrument des Alltags entwickelt. Ob es das Beantworten von WhatsApp Nachrichten ist, das Posten einer Instagram Story oder der Austausch auf Twitter mit anderen Menschen: Durch Soziale Netzwerke ist der Mensch zu jeder Zeit, überall auf der Welt miteinander verknüpft. Zunächst scheint daran nichts Verwerfliches zu sein, aber was die Nutzung von Sozialen Medien mit dem Menschen macht, ist nicht ganz harmlos.

Eine gefährliche Abhängigkeit

Das Verlangen danach, ständig online sein zu wollen, geschieht nicht ohne Grund. Denn beim Konsumieren Sozialer Netzwerke wird Dopamin im Gehirn ausgeschüttet, ebenso wie beim Alkohol- oder Drogenkonsum. Das Ausstoßen von Dopamin führt dazu, dass der Mensch immer mehr das Bedürfnis bekommt, online sein zu wollen, um diese Dopaminreaktion im Gehirn aufrechtzuerhalten. Dadurch das dieser Vorgang täglich wiederholt wird, wird es ein Teil der alltäglichen Routine. Das wiederum entwickelt sich zu einer „Social-Media-Sucht“, bei der sich Menschen täglich für mehrere Stunden von der Realität abkapseln, indem sie sich auf Social Media Plattformen befinden. Außerdem kann die stundenlange Nutzung von Sozialen Medien auch psychische Krankheiten wie Depressionen oder eine Angststörung auslösen.

Die nächsten Generationen

Es entwickeln sich immer weiter neue Technologien. Einen Ausschluss der Sozialen Medien wird es also nicht geben. Kommende Generationen treten immer früher in Kontakt mit sozialen Netzwerken. Durch ihr junges Alter sind sie leichter zu manipulieren. Den Unterschied zwischen Internet und Realität zu erkennen, wird für sie schwieriger sein. Online Marketing Agenturen machen das zu ihrem Vorteil, durch den Algorithmus wissen sie, wo und zu welcher Zeit sie werben können, um weitere Kunden zu gewinnen. Aus diesem Grund ist eine Aufklärung zu dem Thema im früheren Alter wichtig, wie das bewusste konsumieren von Medien.

Ausgleich

Trotz negativen Aspekten, die durch Soziale Medien hervorgerufen werden, gibt es auch positive Aspekte. Wie zum Beispiel der Zugang zu neuen Informationen, die schnelle Verbreitungen von Nachrichten und der Kontakt zu Bekannten, die weiter weg wohnen. Diese Dinge werden durch unterschiedliche Plattformen erleichtert.

Wichtig ist es, einen Ausgleich zu finden, sich nicht in einer falschen Welt zu verlieren, sondern den Fokus auf das eigene Leben zu legen. Möglicherweise wären tägliche Limits ein Schritt, um die Nutzung von Sozialen Medien zu verringern. Immer mehr Menschen teilen auch ihre Erfahrungen nach einem „Social-Media-Detox“, bei dem sie von einer Woche bis zu einem Monat auf jeglichen Konsum von Sozialen Medien verzichten. Der Großteil der Berichtserstattungen sind positiv und werden auch weiterempfohlen. (Neues Leben, Köln)