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15.000 Menschen beim Frauenkampf in Hamburg!

Mehr als 15.000 Menschen haben heute am 8. März, dem Weltfrauentag, in Hamburg für Frauenrechte und internationale Solidarität demonstriert. Die Demonstration zog von den Landungsbrücken bis in den Stadtteil Altona und stand unter dem Motto „Internationale feministische Kämpfe vereinen!“.

Aufgerufen hatte das 8M!-Bündnis, in dem unter anderem der Landesfrauenrat, die DIDF, der Migrantinnenbund, der Internationale Jugendverband, Die Linke, PIA profamilia sowie weitere Jugendorganisationen zusammengeschlossen sind.

Besonders war in diesem Jahr, dass auch die DGB-Jugend nicht nur den Aufruf der Demonstration unterzeichnet hat, sondern auch mehrere Jugendgewerkschaften wie die Junge BAU und die IG Metall Jugend mit eigenen Bannern im Block zum Thema Arbeitskampf mitlief. „Alle Räder stehen still, wenn ihr starker Arm es will“ war die klare Message auf den Bannern.

Im Vorfeld hatte es Angriffe auf das Bündnis gegeben, insbesondere wegen der Frage der Palästina-Solidarität. Diese konnten die Mobilisierung jedoch nicht bremsen: Tausende Hamburgerinnen und Hamburger beteiligten sich an der Demonstration und setzten ein deutliches Zeichen für internationale Solidarität. So unterstrich die Sprecherin des IJV in ihrer Rede: „Auch wenn uns seit Jahren versucht wird einzutrichtern, dass diese Kriege für unsere Freiheit und Demokratie geführt werden, wissen wir, dass es alles nur Lügen sind. Oder wurden die jungen Mädchen aus der Mädchenschule im Iran, welche vor wenigen Tagen bombardiert wurde, für Freiheit und Demokratie getötet?“

Im Mittelpunkt der Redebeiträge und Parolen stand die Verbindung des Frauenkampfes mit aktuellen politischen Entwicklungen – etwa Militarisierung, Rechtsruck und Sozialabbau. Viele Teilnehmerinnen betonten, dass Frauenrechte untrennbar mit sozialen Fragen und Gerechtigkeit in allen anderen Lebensbereichen verbunden sind. So hieß es in der Rede des Migrantinnenbund: „Wenn Frauen mehrere Jobs gleichzeitig annehmen müssen, dann ist das kein Zeichen von Selbstverwirklichung, sondern ein Ausdruck von ökonomischem Druck.“

Auch das Thema Frauenstreik ist an diesem Wochenende in Hamburg präsent und wurde auf der Demonstration immer wieder aufgegriffen. Insgesamt war am 8. März in Hamburg klar, wie dringend der Kampf für Verbesserung angegangen werden muss – bei der Abschlusskundgebung machte die Rednerin der DIDF deshalb noch einmal klar: „Unser Frauenkampf ist nicht gespalten zwischen Geschlecht, Herkunft oder Religion, nein, er ist ein Kampf zwischen oben und unten und wir werden ihn immer lauter führen!“

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