Am heutigen 5. März sind in über 130 Städten 50.000 junge Menschen dem Ruf des Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“ gefolgt, haben die Schule bestreikt und sind gegen Militarismus und Wehrpflicht auf die Straßen gegangen.
In einigen Städten gab es bereits am frühen Morgen „Streikposten“, bei denen die Jugendlichen sich die Zeit bis zur Demonstration vertreiben konnten. Bei den Demos selbst gab es, neben zahlreichen kreativen Schildern und Transparenten, Slogans wie „Nie wieder Wehrpflicht“ oder „Hoch die Internationale Solidarität“. In den Reden kritisierten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Wehrpflicht, sondern die Militarisierungspolitik der Bundesregierung und machten deutlich, dass sie nicht für die Interessen der Herrschenden in den Krieg ziehen würden.

Foto: Derya Deniz / Nürnberg
Der Aktionstag war bereits seit langem angekündigt. Am 5. Dezember waren bereits 55.000 Schülerinnen und Schüler auf die Straße gegangen. Auch wenn das neue Wehrdienstgesetz zwischenzeitlich vom Bundestag beschlossen worden ist, hat das der Sache keinen Abschwung verliehen. In einigen Orten, wie z.B. Hamburg, war der Streik aufgrund der Schulferien bereits auf den Februar vorverlegt worden. Die Jugend hat gezeigt, dass sie nicht aufgibt. Der nächste Termin für den dritten bundesweiten Streiktag steht auch schon fest: am 8. Mai sind die Schülerinnen und Schüler wieder auf der Straße.

