2026 hat mit einem Ereignis begonnen, dass Proteste nach sich gezogen hat: der Angriff der USA auf Venezuela und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro, sowie die Reaktionen darauf, u.a. von der Bundesregierung, haben gezeigt, dass Krieg, Aufrüstung und Angriffe auf die Völker der Welt weiter zunehmen werden. Was die US-Intervention in Venezuela bedeutet, haben wir in dieser Ausgabe unserer Zeitung ausführlich analysiert.
Wie bereits die Jahre zuvor, wurden auch nach diesem Jahreswechsel Ausschreitungen gegen Rettungskräfte zum Anlass genommen, um kulturlaisierte Debatten, um „importierte“ Gewalt zu führen. Soziale Missstände, Rekordgewinne durch Feuerwerksunternehmen und Ursachen von Gewalt sind dabei nie ein Thema. Stattdessen wird die Stimmung, die ohnehin seit Monaten gegen Migranten und Bürgergeld-Bezieher angeheizt wird, weiter verschärft. Wenn sich weiterhin Staatsausgaben in Rekordhöhe für Militarismus, die Wieder-Einführung der Wehrpflicht, „Reformen“ bezüglich Sozialhilfe, Rente und Arbeitszeit ankündigen, muss der Nährboden dafür bereitet werden. Während die AfD immer weiter normalisiert wird und die Landtagswahlen in diesem Jahr zu Regierungsbeteiligungen der rechten Partei in ein paar Bundesländern führen können, werden unsere Rechte immer weiter beschnitten und das gesellschaftliche Klima zur Unterdrückung von Protest weiter angeheizt.
2026 verspricht kein leichtes Jahr für die werktätigen Menschen in Deutschland und die Völker weltweit zu werden. Nur Einheit und Solidarität innerhalb der Arbeiterklasse können hier etwas verändern. Wie auch die Jahre zuvor, wird unsere Zeitung von den Kämpfen der Beschäftigten berichten, mit Analysen und Interviews Hintergrundinformationen liefern und sich klar positionieren: für internationale Solidarität – gegen Krieg, Nationalismus und Rassismus.

