Am Dienstagabend haben rund 2.000 Menschen im Hamburger Norden gegen Gewalt an Frauen demonstriert. Der Protestzug führte vom S-Bahnhof Landwehr bis zur S-Bahnstation Friedrichsberg und wurde vor allem von vielen jungen Frauen getragen.
Mit lautstarken Parolen wie „Wir wollen Frauenhausplätze statt Kriegseinsätze“, „Whatever I dress, wherever I go – yes means yes and no means no“ oder „Bei der Rüstung sind sie fix, für Gewaltschutz tun sie nichts“ machten die Teilnehmenden auf Missstände im Bereich des Gewaltschutzes aufmerksam.
Ein Marsch durch die Hamburger Innenstadt war den Organisatorinnen und Organisatoren aufgrund der bereits eröffneten Weihnachtsmärkte verwehrt geblieben. Entlang der Route durch den Stadtteil Dulsberg verfolgten jedoch zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner das Geschehen von Fenstern und Balkonen aus und unterstützten den Zug teilweise mit Applaus.
Die Veranstalter werteten die hohe Beteiligung als starkes Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für mehr Schutz und Unterstützung von Betroffenen.

