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Mord durch Abschiebebehörde – ICE ermordet 37-jährige Mutter

Am Mittwochabend lobte Donald Trump einen Beamten der brutalen US-Abschiebebehörde ICE, der wenige Stunden zuvor in Minneapolis (Minnesota) die 37-jährige US-Bürgerin Renee Nicole Good erschossen hatte. Zuvor hatte die Regierung tausende ICE-Kräfte in den Bundesstaat entsandt. Ziel der groß angelegten Aktion sind vor allem Festnahmen und Abschiebungen innerhalb der großen somalischen Community Minnesotas. Seit Wochen regt sich dagegen massiver Protest – auch weil ICE-Beamte rassistische Kontrollen bei US-Bürgern somalischer Herkunft vornahmen.

Im Zuge eines laufenden ICE-Einsatzes hielten Beamte am Mittwochvormittag einen Geländewagen an. Nach Zeugenaussagen soll die Fahrerin durch widersprüchliche Anweisungen der Einsatzkräfte verunsichert worden sein. Als sie das Fahrzeug schließlich in Bewegung setzte, eröffneten die Beamten das Feuer. Videos, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden, zeigen den tödlichen Angriff mit drei Schüssen des ICE-Beamten Jonathan Ros auf Renee Good, von denen mindestens einer die 37-jährige Mutter von 3 Kindern tödlich am Kopf traf. Augenzeugen berichten, dass Good sich zuvor regelmäßig kritisch mit den teils gewaltsamen Einsätzen der Behörde auseinandergesetzt hatte.

Trump verschärfte die Lage mit öffentlichen Äußerungen weiter. Er erklärte, Good habe versucht, einen ICE-Beamten zu überfahren, und bezeichnete die tödlichen Schüsse als gerechtfertigte Selbstverteidigung. Entsprechende Aufnahmen liefern dafür jedoch nur gegenteilige Hinweise. Heimatschutzministerin Kristi Noem kündigte unterdessen eine drastische Verschärfung der Linie an: Wer mit einem Fahrzeug einen ICE-Einsatz behindere, solle künftig als Inlandsterrorist eingestuft werden.

Am Mittwochabend kam es landesweit zu Demonstrationen gegen das Vorgehen der Einwanderungsbehörde und die zunehmende Gewalt im Rahmen ihrer Einsätze.

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