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Nachbarn diskutieren: Was tun gegen Wehrpflicht?

Der Barmbek-Dulsberg Solidaritätsverein aus Hamburg lud gemeinsam mit der DFG-VK und dem Schulstreikkomitee Hamburg am 17. Februar 2026 in den Nachbarschaftstreff Dulsberg ein. Anlass waren die Fragebögen zur Wehrerfassung, die die Bundeswehr nun nach und nach an alle 18-Jährigen verschickt. Gemeinsam sollte darüber diskutiert werden, was gegen die Wehrpflicht unternommen werden kann. Vor 25 Teilnehmenden ordnete der Vertreter des Solidaritätsvereins die Wiedereinführung der Wehrpflicht in die politische Gesamtentwicklung ein, während der Vertreter der DFG-VK darüber informierte, wie mit dem Bundeswehr-Fragebogen umgegangen werden muss und wie Kriegsdienstverweigerung funktioniert. Dabei wurde von beiden betont, dass reine Erklärung der Kriegsdienstverweigerung nicht ausreicht, denn man könne nicht nur zum Dienst an der Waffe gezwungen werden, sondern auch zu gewissen zivilen Tätigkeiten. Um sich wirksam gegen den Kriegskurs zu stellen, benötige es politische Organisierung und Aktionen. Ein wichtiges aktuelles Beispiel brachte dafür die Vertreterin vom Schulstreikkomitee Hamburg mit ihrem Bericht von den Schulstreiks gegen Wehrpflicht. Die Teilnehmenden waren sich einig, gemeinsam dieses Thema weiter im Stadtteil aufzugreifen.

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