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900 Jugendliche am Attersee: Das internationale Sommercamp 2026 hat begonnen!

Mit Jugendlichen aus 18 Ländern aus allen Regionen der Welt ist heute das 29. internationale, antifaschistische, antiimperialistische und demokratische Jugendcamp 2026 gestartet. Nachdem gestern Ankunft und Aufbau bei Temperaturen über 30 Grad gemeinsam gemeistert wurden, fand heute der eigentliche Start in das Programm statt. Zu Beginn begrüßten Roylan und Hugo des Internationalen Jugendverbandes und der DIDF-Jugend im Namen der gastgebenden Organisationen die rund 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und machten in ihrer Rede deutlich, dass die Jugend weltweit mehr eint als trennt. Dabei wurde aufgezeigt, mit welchen Veränderungen wir im letzten Jahr umgehen mussten. Seien es die Kriege, die in verschiedenen Teilen der Welt, insbesondere dem Nahen Osten, oder die Angriffe auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen, die in vielen Staaten auf der Welt stattgefunden haben. Sie gingen dabei auch darauf ein, dass es immer mehr junge Menschen gibt, die gegen diese Entwicklungen aufstehen und stellten unter anderem heraus:  “Es ist kein Zufall, dass 55.000 gegen die Wehrpflicht und 100.000 für Gaza auf die Straßen geströmt sind.” Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, dass das nicht automatisch passiert, sondern es Leute braucht, die diese Kämpfe vorantreiben. Der Besuch des Sommercamps ist ein erster wichtiger Schritt dafür, die kommenden zehn Tage sollen nun dafür genutzt werden, diese Kämpfe gemeinsam zu planen, um sie nach dem Camp mit noch mehr Jugendlichen voranzutreiben.

In der Rede der internationalen Delegationen wurde außerdem herausgestellt: Diese Kämpfe sind keine Frage der Jugend in einem Land, sondern müssen in Solidarität zueinander auf der ganzen Welt geführt werden. Damit wurde auch die große Besonderheit und Wichtigkeit des internationalen Charakters des Camps herausgestellt, den man auch im Alltag des ersten Camptages an allen Ecken und Enden gespürt hat. Sei es, weil man in der Essensausgabe verschiedene Sprachen hört oder Musik aus verschiedenen Ländern auf dem Campingplatz zu hören ist. Diese Stimmung machte sich besonders beim ersten Podium des Camps am Mittag zum Thema “Lage und Kampf der Jugend weltweit” bemerkbar. Immer wieder stimmten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Ländern kämpferische Parolen an, um die Aussagen der Vertreterinnen und Vertreter aus Brasilien, der Türkei und Deutschland zu unterstreichen. Auf dem Podium wurde nicht nur von den Kämpfen gegen Krieg, Armut und Unterdrückung in den verschiedenen Ländern berichtet, sondern vor allem die Gemeinsamkeiten bei den Angriffen auf die Jugend vor Ort herausgestellt. Ob der massive Mangel an Studienplätzen in Brasilien, der Angriff auf demokratische Rechte in der Türkei oder der schrittweisen Einführung der Wehrpflicht in Deutschland, all diese Fragen sind nicht unabhängig voneinander, sondern sind Ergebnis der Zuspitzung der internationalen Konkurrenz. Diese macht vor keinem Land der Welt mehr halt, was es dringender denn je macht, die internationale Solidarität zu stärken. Der Auftakt des Camps war ein erster wichtiger Schritt dafür und die nächsten Tage werden wir daran anknüpfen.

Der Start in das bisher größte Sommercamp am Attersee war also mehr als erfolgreich und gibt einen Ausblick darauf, welche Kraft hier in den nächsten zehn Tagen gemeinsam entwickelt werden kann!

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