Der 1. September, dem Antikriegstag, wurde von über Zehntausend Menschen bundesweit begangen. Veranstaltet wurden die Aktionen vom DGB und ihren Gewerkschaften als auch Organisationen der Friedensbewegung. Während in vielen Orten einige Hundert Personen teilnahmen, wurden in Hamburg 2000 und in Köln, wo parallel das “Rheinmetall Entwaffnen” Protestcamp stattfindet 1500 Teilnehmende gezählt.
In Hamburg wurde in den Reden der Zusammenhang zwischen Aufrüstung und Sozialabbau unterstrichen. Klaus Wicher, Vorsitzender des SoVD Hamburg, betonte: “Wir müssen die Aufrüstungsspirale durchbrechen.” Julian vom Schulstreikkomitee Hamburg wurde deutlicher: “Die Bevölkerung soll mit Waffen die ‘nationalen Interessen’ durchsetzen. Doch das sind nicht unserer Interessen, sondern die der Banken und Konzerne.” Die Moderation fügte hinzu, dass die Angriffe auf das Arbeitsrecht ebenso zum Ziel haben, die Arbeiter kriegsvorbereitend zu disziplinieren. Denn im Krieg benötige man fleißige Arbeiter.
An diesem Antikriegstag war eine erhöhte Teilnahme von Jugendlichen am Antikriegstag zu beobachten, woran die Schulstreikbewegung einen wichtigen Beitrag geleistet hat. In vielen Reden wurde dazu aufgerufen, die Friedensforderung zum Aktionstag des DGB gegen Sozialkürzungen am 26.9. zu tragen und die bundesweiten Friedensdemonstrationen am 3.10. in Berlin und Stuttgart zu stärken.

