Im Hamburger Gewerkschaftshaus berichtete der Hafenarbeiter, Gewerkschafter und Bürgerschaftsabgeordnete Kay Jäger von den Erfahrungen der deutschen Delegation bei den Gerichtsverhandlungen gegen den Gewerkschafter Mehmet Türkmen in der Türkei. Türkmen war aufgrund seiner Rolle in den Kämpfen der Textilarbeiter zu Unrecht fast zwei Monate inhaftiert. Um internationalen Druck auf das Verfahren auszuüben und die Verhandlungen zu beobachten, organisierten Gewerkschafter aus Deutschland und anderen europäischen Ländern eine Delegation. Neben dem Einsatz der Gewerkschaft Birtek-Sen und ihrer Verbündeten trug auch diese internationale Solidarität zur Freilassung Türkmens bei. Jäger schilderte die verheerenden Arbeitsbedingungen in den Textilbetrieben, hob aber auch die Kampfbereitschaft der Beschäftigten hervor. Die Veranstaltung wurde von Arbeitern verschiedener Hamburger Betriebe sowie von Studierenden und Schülern besucht. Viele zeigten sich von dem Bericht inspiriert und entschlossen, ein Solidaritätsnetzwerk mitzutragen.

