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Hochschulbeschäftigte und Lehrpersonal streiken und setzen ein klares Signal!

Heute am 22.01.26 hatte die GEW ihre Mitglieder im Regierungsbezirk Düsseldorf im Geltungsbereich des TV-L zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, an der ca.300 Streikende teilgenommen haben. Die Streikenden versammelten sich in frühen Stunden an der Heinrich Heine Universität vor der Bibliothek. Von da aus gab es eine Demonstration, auch ver.di rief zum Warnstreik auf, beide streikende Gruppen kamen dann zu einer großen Streikkundgebung zusammen.

Bei der Auftaktkundgebung wurden die Streikenden durch die GEW begrüßt, dort gab es auch eine Grußrede vom IG BAU Gewerkschaftssekretär der IG BAU. Der IG BAU Vertreter sagte dort folgendes: „Unter dem Vorwand knapper Kassen und im Schatten der milliardenschweren Aufrüstung sollen die Beschäftigten mit einer Nullrunde abgespeist werden – ich bin fest überzeugt das werdet Ihr nicht hinnehmen und da seit Ihr nicht alleine. Uns alle eint der Kampf um mehr Brot, um mehr Respekt, um Gerechtigkeit. Euer Tarifergebnis wird ausschlaggebend für andere Tarifverhandlungen anderer Branchen sein. Deshalb ist euer Streik der Streik aller Beschäftigten. Euer Erfolg wird der Erfolg für uns alle sein. In diesem Sinne euch viel Erfolg, meinen Respekt für euren Streikeinsatz. Es gibt keinen anderen Weg, ihr werdet organisiert gewinnen.”

Was fordert man?
Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 3. Dezember 2025 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des Länder-Tarifvertrags (TV-L). Bisher haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. In den Verhandlungen wurde wohl nur von einem Inflationsausgleich gesprochen Die GEW fordert: 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300,00 Euro, 200,00 Euro monatlich für Auszubildende und Praktikantinnen/Praktikanten, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte und Zuschläge für Überstunden.

Wachsende Arbeitsbelastung!
In einer Pressemitteilung der GEW sagt Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW: „Seit Jahren tragen die Beschäftigten im Bildungsbereich die Folgen struktureller Unterfinanzierung mit stetig wachsender Arbeitsbelastung, hoher Verantwortung und permanenter Improvisation. Trotz sinkender Inflationsraten bleiben die Lebenshaltungskosten auf einem hohen Niveau. Das heißt: “Unsere Forderungen zielen nicht auf Luxus, sondern auf existenzsichere Löhne, von denen man leben kann, und Arbeitsbedingungen, die dauerhaft gesund halten!“
In NRW arbeiten rund 49.000 Beschäftigte im TV-L an den Schulen. Sylvia Burkert aus dem Leitungsteam der GEW Düsseldorf betont: „Die Bedeutung von Bildung ist entscheidend für unsere Zukunft, diese Warnstreiks sind unsere Antwort auf die Blockadehaltung der Arbeitgeber.“ (Düsseldorf / NL)

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