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Die Arbeiter von Peter Kölln sind für ihre Rechte in den Streik getreten

Die Beschäftigten des in Elmshorn ansässigen Müsliherstellers Peter Kölln legten auf Aufruf der Gewerkschaft NGG am 17. September um 06:00 Uhr morgens die Arbeit nieder und traten in einen 24-stündigen Warnstreik. Grund dafür war die festgefahrene Situation bei den Tarifverhandlungen.

Die Vorsitzende der NGG Hamburg-Elmshorn, Anne Widder, hielt vor den Beschäftigten eine Rede, in der sie den Arbeitgeber kritisierte und ihn aufforderte, den berechtigten Forderungen der Beschäftigten nachzukommen. Sie betonte, dass die Gewerkschaft hinter den Beschäftigten stehe, und gab damit ein kämpferisches Signal.

In der dritten Runde der Tarifverhandlungen bot der Arbeitgeber einen Zweijahresvertrag mit einer Lohnerhöhung von 2,75 % für 2026 und 1,75 % für 2027 an. Die NGG fordert hingegen eine Lohnerhöhung von 5,8 % in einer Laufzeit von 12 Monate. Um zu zeigen, dass sie an ihren Forderungen festhält, beschloss die Gewerkschaft einen 24-stündigen Warnstreik. Neben dem Streik veranstalteten die Beschäftigten um 09:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Peter Kölln Werk.

Am 7. September 2026 fand bei Peter Kölln der erste Warnstreik in der Unternehmensgeschichte statt. Dies war ein deutliches Zeichen für die weit verbreitete Unzufriedenheit unter den Beschäftigten in der Produktion. Obwohl die Gewerkschaft nur die etwa 40 Mitarbeiter der Nachtschicht zum Streik aufgerufen hatte, versammelten sich rund 100 Beschäftigte vor den Werks Toren, um für ihre Lohnforderungen zu kämpfen.

Daraufhin organisierte der Arbeitgeber am 9. September zu verschiedenen Schichtzeiten Pflichtversammlungen.

Bei der dritten Verhandlungsrunde am 10. September konnte jedoch keine Einigung mit dem Arbeitgeber erzielt werden. Das Unternehmen war zunächst nicht bereit, einen neuen Verhandlungstermin festzulegen.

Sarah Witte, Verhandlungsführerin der NGG für den Raum Hamburg-Elmshorn, äußerte sich wie folgt zu den Entwicklungen: „Natürlich erkennen wir an, dass die Lohnerhöhung für 2026 im Vergleich zum vorherigen Angebot der Arbeitgeber eine Verbesserung darstellt, doch eine Senkung auf 1,75 Prozent im zweiten Jahr ist inakzeptabel. Das Unternehmen besteht auf einem langfristigen, verbindlichen Tarifvertrag. Wir werden jedoch keine Erhöhung akzeptieren, die so weit von jeglicher Inflationsprognose für das kommende Jahr entfernt ist. Wir bleiben bei unserer Position: In einem traditionsreichen Familienunternehmen ist es nicht hinnehmbar, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten allein auf den Schultern der Beschäftigten lasten. Wir fordern den Arbeitgeber auf, einen neuen Verhandlungstermin festzulegen und ein verhandelbares Angebot vorzulegen. Unser Motto heute lautet: Besonnen, aber kampfbereit – 24-Stunden-Streik!“

Auch Mitglieder der Hamburger DIDF, die der Föderation Demokratischer Arbeitervereine angehören, waren vor der Fabrik erschienen, um die Arbeiter zu unterstützen. Die NGG-Tarifverhandlerin Sarah Witte bedankte sich in ihrer Rede bei der DIDF für die solidarische Unterstützung. (Hamburg/NL)

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