Funda Boudour ist seit einiger Zeit aktiv in der Ehrenfelder Stadtteilgruppe von DIDF Köln. In den letzten Monaten hat sie aktiv zum Festival für Zusammenhalt und Solidarität, das am 13. Juni am Tanzbrunnen stattgefunden hat, mobilisiert. Die Eindrücke von ihrem ersten Festival hat Funda für uns zusammengefasst.
Für mich war das Festival eine tolle und wichtige Erfahrung, vor allem, weil ich von Anfang an dabei sein konnte. Während der Vorbereitungszeit waren wir viel unterwegs, um Werbung für das Festival zu machen. Wir haben Flyer verteilt, Plakate aufgehängt, verschiedene Veranstaltungen besucht und dort mit Menschen über das Festival gesprochen. Außerdem sind wir durch die Veedel (Kölsch für Stadtviertel) gegangen und haben in den Geschäften Infomaterial ausgelegt. Dabei haben wir viele neue Menschen kennengelernt. Oft haben wir vor oder nach den Aktionen noch zusammen einen Kaffee getrunken, gemeinsam gefrühstückt oder einfach Zeit miteinander verbracht. So sind viele gute Gespräche entstanden, und man hat sich schnell als Teil der Gemeinschaft gefühlt.
Am Tag vor dem Festival wurde mir dann erst richtig bewusst, wie viel Arbeit hinter so einer Veranstaltung steckt. Gemeinsam mit den Leuten aus den anderen Städten haben wir das Material, die Lebensmittel usw. vorbereitet, Transporter be- und entladen und vieles mehr. Ich fand es sehr schön, die Menschen schon vorher kennenzulernen und zusammen anzupacken. Obwohl es viel zu tun gab, war die Stimmung die ganze Zeit gut. Es wurde viel gelacht, und für eine kleine Pause war trotzdem immer Zeit. Gerade diese Mischung aus Arbeit und Gemeinschaft hat die Vorbereitung für mich besonders gemacht.
Am Veranstaltungstag klingelte der Wecker dann sehr früh. Als wir ankamen, waren manche sogar schon vor uns da und hatten sich darum gekümmert, dass es Kaffee und frisch belegte Brötchen gab. Das hat direkt für einen guten Start gesorgt. Danach ging es an den Aufbau von Zelten, Tischen und Bänken. Jeder wusste, was zu tun war, und trotzdem hatte ich nie das Gefühl von Stress oder Hektik. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen.
Während des Festivals habe ich die Atmosphäre als sehr entspannt erlebt. Egal, mit wem man gesprochen hat, alle waren freundlich, offen und herzlich. Man hat gemerkt, dass viele Menschen viel Zeit und Energie investiert haben, damit das Festival gelingt und sich alle wohlfühlen.
Als der Tag langsam zu Ende ging, war ich zwar ziemlich müde, aber gleichzeitig auch sehr glücklich. Man konnte richtig sehen, was wir gemeinsam geschafft haben. Für mich war das Festival deshalb nicht nur eine Veranstaltung, sondern vor allem ein besonderes Erlebnis. Ich habe viele neue Leute kennengelernt, tolle Gespräche geführt und die Zeit sehr genossen. Die Musik und die Auftritte der Künstler waren fantastisch und haben für eine großartige Stimmung gesorgt. Genau dieses Gefühl von Zusammenhalt und Gemeinschaft wird mir besonders in Erinnerung bleiben.

