Written by 09:00 DEUTSCH

1. Mai: Jetzt erst recht auf die Straßen!

Der „1. Mai – Tag der Arbeit“ ist mehr als ein historisches Datum – er steht für Widerstand, Solidarität und dem unermüdlichen Kampf für soziale Gerechtigkeit. Errungenschaften wie der 8-Stundentag, Urlaubsansprüche, Tarifrechte oder soziale Absicherung wurden von Unternehmen und Staat nicht freiwillig gewährt, sondern durch Arbeiterinnen und Arbeiter erkämpft – oft unter großen Opfern und massiven Streiks. Sehr viele zahlten dafür mit ihrem Blut.

Doch diese Errungenschaften sind keineswegs mehr sicher. Im Gegenteil: Die Regierung Merz plant Maßnahmen, die Gesundheits-, Pflege und Sozialsysteme quasi abschafft, Arbeiterrechte aushöhlt und gesellschaftliche Ungleichheiten weiter verschärft.  Krankenhäuser sollen geschlossen, Pflege, Jugend-, Integrations- und Frauensozialdienste sollen nicht mehr finanziert werden, die Rente soll nur noch eine Grundsicherung sein, Jugendliche sollen an der Waffe dienen. Unter dem Vorwand wirtschaftlicher „Notwendigkeiten“ drohen Einschnitte, die vor allem jene treffen, die ohnehin schon unter steigenden Lebenshaltungskosten, unsicheren Beschäftigungsverhältnissen und wachsendem Druck am Arbeitsplatz leiden.

Gerade in solchen Zeiten kommt dem 1. Mai eine besondere Bedeutung zu. Demonstrationen machen gesellschaftlichen Widerstand sichtbar. Wer auf die Straße geht, setzt sich für seine Zukunft und eine lebenswerte Gesellschaft ein. Es geht darum, gemeinsam laut zu werden und geplante Maßnahmen und Angriffe abzuwehren.

Die Geschichte ist die Geschichte von Klassenkämpfen und zeigt uns: Fortschritte entstehen nicht durch Abwarten, sondern durch aktives Handeln. Ohne die entschlossenen Kämpfe früherer Generationen gäbe es viele der heutigen Rechte gar nicht. Diese Verantwortung liegt nun bei den Menschen unserer Gegenwart, für soziale Sicherheit und eine lebenswerte Zukunft einzustehen.

In einer Zeit wachsender sozialer Spannungen braucht es eine starke, organisierte Bewegung, die sich den Angriffen auf die Rechte der Arbeiter entgegenstellt. Auf die Straße zu gehen bedeutet, Haltung zu zeigen – für sich selbst, für andere und für kommende Generationen. Denn was heute verteidigt wird, entscheidet darüber, wie wir morgen leben.

Close