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VW kündigt fast alle Haustarifverträge!

Volkswagen hat angekündigt, 10 Haustarifverträge kündigen zu wollen. Darunter auch der Manteltarifvertrag, der unter anderem die Arbeits- und Urlaubszeit der fast 100.000 VW-Beschäftigten in Deutschland regelt. Außerdem seien tarifliche Vereinbarungen zu Zusatzvergütungen und Zulagen betroffen. Mit der Kündigung von Teilen des Ausbildungstarifvertrages stellt das Unternehmen zudem die Übernahme von Azubis und Dual Studierenden infrage.

Die vom Vorstand geplanten Kündigungen würden zum 1. Januar 2027 wirksam werden. Ab dem gleichen Tag wäre die zuständige Gewerkschaft IG Metall dann ebenfalls für die Wiedereinsetzung der Tarifverträge streikfähig.

“Ich rechne mit einer heftigen Auseinandersetzung zum Jahreswechsel”, sagte die Betriebsratschefin Daniela Cavallo als Reaktion auf das Vorhaben der Unternehmensführung. Am 1. Januar 2027 endet auch die Friedenspflicht für den ebenfalls gekündigten Vergütungstarifvertrag.

Thorsten Gröger, Verhandlungsführer der IG Metall, kommentierte: „Das ist ein übles Foul an der Belegschaft und erneut ein schamloser Versuch, in die Geldbeutel der Beschäftigten greifen zu wollen. Volkswagen versucht, die wirtschaftlichen Herausforderungen des Konzerns bei denen abzuladen, die das Unternehmen jeden Tag am Laufen halten. Während Gewinne privatisiert werden, sollen unternehmerische Kosten und Risiken nun auf die Belegschaft verlagert werden.”

Dieser Angriff auf grundlegende Errungenschaften der VW-Beschäftigten, reiht sich in eine Reihe weiterer aktueller Angriffe seitens der Arbeitgeber in der Automobilbranche ein. Seien es eine geplante Verlängerung der Arbeitszeit bei gleichem Lohn und die Verschiebung tariflicher Sonderzahlungen bei Mercedes, oder die Vernichtung zehntausender Arbeitsplätze bei VW. Doch auch der Widerstand regt sich: Auf die Verkündung der Vorhaben bei Mercedes folgten große Proteste in den Betrieben. Am Automobil-Aktionstag vergangene Woche beteiligten sich 175.000 Beschäftigte.

Zuerst erschienen am 30. September 2026 bei jung&laut

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